Wahlkampf
CDU-Kandidat Manuel Hagel im Klassenzimmer unter Druck: Schulbesuch geht vor Wahl viral
Veröffentlicht:
von Jacqueline Bittl:newstime
CDU-Spitzenkandidat Hagel bringt Rente ab 70 ins Spiel
Videoclip • 01:00 Min • Ab 12
Ein Schulbesuch kurz vor der Wahl wird für CDU-Kandidat Manuel Hagel zur Belastungsprobe. Ein Wortgefecht mit einer Lehrerin und eine spontane Klimafrage sorgen für Kritik und einen viralen Clip.
Ein Video aus einem Klassenzimmer in Stuttgart bringt wenige Tage vor der Landtagswahl Bewegung in den Wahlkampf. Der CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel war bei einem Schulbesuch mit einer Lehrerin aneinandergeraten. Die Szene, in der Hagel ihr vor Siebtklässlern das Wort abschneidet, verbreitet sich derzeit rasant in sozialen Netzwerken – und wird heftig diskutiert.
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"Jetzt spreche ich gerade mit den Schülern" – Hagel reagiert gereizt
Der 37-Jährige war im Rahmen einer ARD-Serie zu Spitzenkandidaten an einer Gemeinschaftsschule zu Gast. Dort befragte die Lehrerin Hagel immer wieder kritisch, etwa zur Bildungspolitik der CDU. Sie stellte infrage, warum zentrale Vorhaben wie ein beitragsfreies Pflichtjahr im Kindergarten erst jetzt Thema ist, obwohl die CDU seit Jahren mitregiere.
Hagel reagierte konternd mit: "Ja, was ist denn die Alternative – dass wir jetzt nichts machen?" Als die Lehrerin erneut ansetzen wollte, unterbrach er sie schroff mit dem Hinweis: "Jetzt spreche ich gerade mit den Schülern." – ein Moment, der ihm nun als mangelnde Souveränität ausgelegt werde.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte eine spontane Unterrichtseinlage. Die Lehrerin forderte Hagel auf, den Treibhauseffekt zu erklären. Seine Ausführungen an der Tafel wurden anschließend im Netz vielfach kritisiert. Klimaaktivist:innen von Fridays for Future kommentierten den Clip spöttisch, auch prominente Politiker wie Karl Lauterbach (SPD) äußerten Zweifel an der fachlichen Richtigkeit.
Hagel selbst äußerte sich dem Sender Welt gegenüber, er sei kein Roboter, sondern Mensch. Er räumte im Nachhinein ein, manches freundlicher hätte formulieren können. Dennoch betonte er, die Lehrerin sei ihm zuvor mehrfach ins Wort gefallen, er habe den Fokus auf die Fragen der Kinder legen wollen.
Die CDU verteidigte ihren Spitzenkandidaten. Eine Sprecherin erklärte, Hagel sei gebeten worden, einen nicht vorbereiteten Sachverhalt spontan zu erläutern. Die Erklärung habe als Einstieg für ein Gespräch mit den Schüler:innen dienen sollen. Die Lehrerin habe sich demnach zufrieden gezeigt und keine Korrekturen angebracht.
Dennoch bleibt am Ende des ARD-Beitrags ein kritischer Eindruck: Die Pädagogin bilanzierte, der Besuch sei zwar interessant gewesen, sie nehme aber enttäuscht mit, dass die CDU aus ihrer Sicht "kein Herz für die Gemeinschaftsschule" habe. Ein Fazit, das dem Wahlkampf Hagels kurz vor dem Urnengang zusätzliche Brisanz verleihe.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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