Felix Banaszak

Grünen-Parteichef: Merz erzählt Leuten "einen Scheiß"

Veröffentlicht:

von Nadine von Parseval

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Banaszak greift Kanzler Merz scharf an

Videoclip • 01:17 Min • Ab 12


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Mit ungewöhnlich deutlichen Worten attackiert Grünen-Chef Felix Banaszak Bundeskanzler Friedrich Merz. Er wirft ihm falsche Versprechen und eine problematische Haltung vor.

Das Wichtigste in Kürze

  • Grünen-Chef Felix Banaszak greift Kanzler Friedrich Merz scharf an.

  • Er wirft dem CDU-Politiker falsche Versprechen vor.

  • Banaszak fordert mehr Nähe des Kanzlers zu den Bürger:innen.

Mit deutlicher Kritik hat Grünen-Chef Felix Banaszak Bundeskanzler Friedrich Merz attackiert. Auf einem Landesparteitag in Troisdorf warf der Bundesvorsitzende der Grünen dem CDU-Politiker vor, die Menschen mit unrealistischen Versprechen getäuscht zu haben.

Banaszak sagte, Merz werde derzeit von seinen eigenen Ankündigungen eingeholt. Wer gleichzeitig neue Schulden ausschließe, Steuersenkungen verspreche und höhere Ausgaben etwa für die Verteidigung ankündige, könne diese Zusagen nicht miteinander vereinbaren. In diesem Zusammenhang verwendete der Grünen-Politiker auch eine drastische Formulierung gegenüber dem Kanzler.

"Friedrich Merz wird gerade Opfer seiner eigenen Versprechungen", sagte Banaszak auf einem Landesparteitag in Troisdorf nördlich von Bonn. "Jeder, der einen Mathe-Grundkurs hatte, hätte wissen können, dass man nicht gleichzeitig keine neuen Schulden, Steuersenkungen und Mehrausgaben für die Verteidigung und für viele andere Dinge versprechen kann", sagte der 36-Jährige. "Aber Friedrich Merz hat sich dazu entschieden, den Leuten einen Scheiß zu erzählen."


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Kritik richtet sich gegen Haltung des Kanzlers

Merz habe selbst eingeräumt, an seiner Kommunikation arbeiten zu müssen, sagte Banaszak. Das eigentliche Problem liege seiner Ansicht nach jedoch nicht in der Art der Kommunikation, sondern in der politischen Haltung des Kanzlers.

Wer ein wirtschaftlich verunsichertes Land führen wolle, müsse den Menschen das Gefühl geben, ernst genommen zu werden. Es brauche Zugehörigkeit, Zusammenhalt und Vertrauen. Politiker:innen müssten zeigen, dass sie die Bürger:innen wertschätzen, statt ihnen von oben herab zu begegnen, sagte Banaszak unter dem Applaus der Delegierten.

Der Grünen-Chef verwies zudem auf eine wachsende Politikverdrossenheit. Viele Menschen seien erschöpft und hätten das Vertrauen verloren, dass politische Entscheidungen ihre Situation verbessern könnten. Stattdessen bestehe häufig die Sorge, am Ende selbst zu den Verlierer:innen von Veränderungen zu gehören.

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Verwendete Quellen:

dpa

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