Nach Wahl
Geteilte Amtszeit in Baden-Württemberg? Özdemir sieht CDU-Vorschlag als "Quatsch"
Aktualisiert:
von Emre Bölükbasi:newstime
Cem Özdemir beerbt Winfried Kretschmann
Videoclip • 02:35 Min • Ab 12
Die Grünen gehen hauchdünn als Sieger aus der Baden-Württemberg-Wahl hervor. Spekulationen über eine geteilte Regierungsführung weist der designierte Ministerpräsident kategorisch zurück.
Das Wichtigste in Kürze
Nach dem Wahlkrimi in Baden-Württemberg macht Cem Özdemir unmissverständlich klar: Trotz Mandatsgleichstand im Landtag führen die Grünen die künftige Regierung an.
Unionspläne für eine Amtszeitaufteilung weist er scharf zurück.
Dafür sei die Lage viel zu ernst.
Der grüne Spitzenkandidat Cem Özdemir hat nach seinem hauchdünnen Wahlsieg in Baden-Württemberg den Führungsanspruch seiner Partei bekräftigt und Überlegungen zu einer zeitlichen Aufteilung des Ministerpräsidentenamts mit der CDU eine klare Absage erteilt.
Am Montag (9. März) stellte Özdemir in Stuttgart klar: Selbst bei nur einer Stimme Vorsprung sei eindeutig geregelt, wer das Amt des Regierungschefs übernehme. Das entspreche der politischen Tradition.
Eine Doppelspitze komme ebenfalls nicht infrage, betonte Özdemir: "Wir machen erwachsene Politik, die Situation ist einfach zu ernst für Quatsch aller Art."
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Hagel schließt Option nicht aus
Nach dem äußerst knappen Wahlausgang kursieren in der Union verschiedene Vorschläge zur Machtaufteilung. Jens Spahn, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hatte eine zeitlich begrenzte Rotation im Amt des Ministerpräsidenten angeregt. Stuttgarts CDU-Oberbürgermeister Frank Nopper äußerte sich gegenüber der "Bild"-Zeitung in ähnlicher Weise. Der Landesvorsitzende der CDU, Manuel Hagel, schloss eine solche Lösung zunächst nicht aus.
Die Grünen erreichten am Sonntag (8. März) 30,2 Prozent und damit knapp mehr als die CDU mit 29,7 Prozent. Trotz des unterschiedlichen Stimmenanteils verfügen beide Parteien im künftigen Landtag über exakt 56 Mandate. Die SPD stürzte dramatisch auf 5,5 Prozent ab.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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