Nordkorea und Russland

"Gerechter, heiliger Krieg": Kim Jong Un stärkt Bündnis mit Russland im Ukraine-Krieg

Veröffentlicht:

von Benedikt Rammer

Ende April 2019 kam es zum ersten Treffen zwischen Kim Jong-un und Russlands Präsident Wladimir Putin. Noch heute steht Kim an Putins Seite.

Bild: picture alliance/ZUMA Press


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Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat seine Unterstützung für Russlands Krieg gegen die Ukraine bekräftigt und diesen laut KCNA als "gerechten, heiligen Krieg" bezeichnet. Bei einem Besuch des russischen Verteidigungsministers Andrej Belousow in Nordkorea kündigte er eine Vertiefung der militärischen Zusammenarbeit und die Stärkung der Beziehungen zu Russland an.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kim Jong Un nennt den russischen Angriff auf die Ukraine laut KCNA einen "gerechten, heiligen Krieg" und sichert Moskau volle Unterstützung zu.

  • Bis zu 15.000 nordkoreanische Soldat:innen sollen im Ukraine-Krieg an Russlands Seite kämpfen, hunderte sind laut NIS gefallen.

  • Nordkorea und Russland planen eine langfristige militärische Zusammenarbeit mit einem Kooperationsplan bis 2031.

Nordkoreas Führung baut ihre Nähe zu Russland weiter aus. Bei einem Besuch des russischen Verteidigungsministers Andrej Belousow in Nordkorea hat Machthaber Kim Jong Un Pjöngjangs Unterstützung für Moskau im Ukraine-Krieg bekräftigt. Wie die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA laut Reuters meldet, sagte Kim, Nordkorea werde "wie immer die Politik der Russischen Föderation zur Verteidigung der nationalen Souveränität, der territorialen Integrität und der Sicherheitsinteressen voll und ganz unterstützen".

Zugleich übernahm Kim die russische Darstellung des Krieges gegen die Ukraine. Laut KCNA sprach er von dem "gerechten, heiligen Krieg", in dem die russische Armee und das russische Volk "gewiss einen Sieg erringen werden". Zudem lobte er die "glänzenden Kriegsergebnisse bei der Befreiung von Kursk" – eine deutliche Anlehnung an die russische Kriegspropaganda.

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Auch in den News:

Kim weihte außerdem einen Gedenkkomplex für nordkoreanische Soldat:innen ein, die im Ukraine-Krieg gefallen sind. Er sprach von der Notwendigkeit, die Beziehungen zwischen Pjöngjang und Moskau zu einem "mächtigen Bollwerk" auszubauen.

Nach Schätzungen des südkoreanischen Geheimdienstes NIS hat Nordkorea bis zu 15.000 Soldat:innen zur Unterstützung Russlands entsandt. Rund 600 sollen demnach getötet und mehr als 4.000 verletzt worden sein.

Langfristige Militärpläne mit Moskau

Laut russischem Verteidigungsminister Belousow sprachen beide Seiten über eine weitere Vertiefung der militärischen Beziehungen. Moskau sei bereit, einen Kooperationsplan für die Jahre 2027 bis 2031 zu unterzeichnen. Russland soll Nordkorea im Gegenzug mit Finanzhilfen, Militärtechnologie sowie Lebensmittel- und Energielieferungen unterstützen.

Russlands Präsident Wladimir Putin lobte in einem von KCNA veröffentlichten Brief den "außerordentlichen Mut und die echte Hingabe" der nordkoreanischen Truppen. Kim hatte zuvor bereits zugesagt, alle politischen Entscheidungen Putins "bedingungslos" zu unterstützen.


Verwendete Quellen

Nachrichtenagentur Reuters

Nachrichtenagentur AFP

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