Sorge vor neuer Gelbwestenbewegung
Protesttag in ganz Frankreich: Erste Zusammenstöße mit Polizei
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
Nach Protesten: Neue Lehrer in Frankreich
Videoclip • 29 Sek • Ab 12
In Paris, Lyon und Straßburg ging die Polizei mit Tränengas und Schlagstöcken vor: Plünderungsversuche und Angriffe auf Ordnungskräfte begleiten den Protesttag in Frankreich.
Das Wichtigste in Kürze:
An einem frankreichweiten Protesttag gegen hohe Lebenshaltungskosten ist es zu ersten Zusammenstößen gekommen.
Die Polizei ging in mehreren Städten mit Tränengas und Schlagstöcken vor.
Landesweit wurden bislang 166 Menschen festgenommen.
In Frankreich hat der landesweite Protesttag gegen hohe Lebenshaltungskosten begonnen. Angeschlossen haben sich dabei auch Schüler:innen und Student:innen, die seit Wochen für bessere Lernbedingungen und eine bessere Ausstattung von Schulen demonstrieren.
Dabei gab es bereits erste Zusammenstöße zwischen Demonstrant:innen und der Polizei. Landesweit seien bislang 166 Menschen festgenommen worden, teilte das französische Innenministerium mit.
Mobilisierung der ultralinken Szene
In Paris, Lyon und Straßburg ging die Polizei mit Tränengas und Schlagstöcken gegen Protestierende vor, teilte das Innenministerium in Paris mit. Es gebe bei den Protesten eine sehr starke Mobilisierung der ultralinken Szene, die einzig und allein darauf aus sei, Unruhe zu stiften.
In Marseille versuchten Demonstrant:innen demnach, in eine Polizeiwache einzudringen, und plünderten Geschäfte. Rund 100 Menschen wurden nach Angaben der Pariser Polizeipräfektur festgenommen, weil sie Waffen und andere verbotene Gegenstände dabeihatten. Rund 100 Vermummte blockierten in Paris den Zugang zum rechten TV-Sender CNews, berichteten mehrere Medien.
Auch in den News:
Sorge vor neuem Gelbwestenprotest
Frankreichweit wird mit bis zu 170.000 Protestierenden gerechnet, davon zwischen 30.000 und 60.000 allein in Paris. Präsident Emmanuel Macron hatte die Menschen am Vorabend ermahnt, friedlich zu protestieren.
Die Sorge der Regierung ist, dass die Demonstrationen zu einem zündenden Funken für breitere Proteste werden könnten. Der Gelbwestenprotest hatte Frankreich 2019 längere Zeit in Atem gehalten und sich quasi wie ein Flächenbrand aus dem Nichts verbreitet. Auslöser war damals eine geplante Erhöhung der Steuern auf Kraftstoffe.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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