CSU-Politikerin

Dorothee Bär spielt Söders Worte herunter: "Hat sich mehrfach entschuldigt"

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

:newstime

Grüne-Jugend-Chef Bobga beleidigt Söder (18. Januar)

Videoclip • 01:07 Min • Ab 12


Von seiner Parteifreundin erwarte er sich als Ministerin nicht viel, hatte Söder im Dezember gesagt. Dorothee Bär erläuterte nun, wie sie die Worte des Parteichefs aufgefasst habe.

Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) spielt die teils als demütigend interpretierte Bemerkung von CSU-Parteichef Markus Söder über sie als Space-Ministerin herunter.

"Markus Söder und ich kennen und schätzen uns schon seit weit über 30 Jahren", erklärte Bär gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". Sie habe schon gewusst, dass es Söder nicht so gemeint habe, während er es gesagt habe. "Er hat sich mittlerweile mehrfach dafür entschuldigt. Und jetzt ist auch mal wieder gut", würde sie das Thema gerne abräumen.

Beim Parteitag am 12. Dezember 2025 in München hatte Söder laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zunächst noch gesagt: "Und jetzt haben wir auch ein Ministerium, und die Doro ist unsere Space-Ministerin, das freut mich ganz besonders. Danke auch für deine Arbeit an der Stelle."

Anschließend folgten jedoch Sätze, die Potenzial für Verstimmungen lieferten. "Keine Frage, wir erwarten uns nicht viel von dir, aber viel Geld nach Bayern, liebe Doro, hä hä, das wäre schön", sagte Söder in Bärs Richtung. Die CSU-Frau saß direkt neben Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, den Söder mit viel Lob bedachte.

Seit Mai 2025 ist die 47-Jährige als Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt in der Verantwortung. Beim Parteitag wurde Dorothee Bär zwar als Partei-Vize bestätigt, musste aber das schlechteste Ergebnis aller Kandidat:innen (74,6 Prozent) hinnehmen. Söder erhielt 83,6 Prozent der Delegiertenstimmen und wurde als Parteivorsitzender wiedergewählt. Dabei handelt es sich um das schwächste Ergebnis, seit der Franke 2019 das Amt des Parteichefs angetreten hatte.

Auch in den News:


Verwendete Quellen

Nachrichtenagentur dpa

Mehr entdecken