Demografie
Deutschland: 21,8 Millionen Menschen mit Einwanderungsgeschichte
Veröffentlicht:
von Nadine von Parseval17:30 SAT.1 Bayern
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Videoclip • 03:18 Min • Ab 12
Mehr als ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland hat eine Einwanderungsgeschichte. Das zeigen neue Zahlen des Statistischen Bundesamts. Insgesamt sind es 21,8 Millionen Menschen, der Anstieg fällt aber geringer aus als in den Vorjahren.
Das Wichtigste in Kürze
21,8 Millionen Menschen in Deutschland haben eine Einwanderungsgeschichte.
Anteil liegt bei 26,3 Prozent in Deutschland.
Wachstum der Zuwanderung verlangsamt sich.
In Deutschland leben inzwischen 21,8 Millionen Menschen mit Einwanderungsgeschichte. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung liegt bei 26,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein leichter Anstieg um 0,5 Prozentpunkte.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts umfasst der Begriff Menschen, die entweder selbst oder deren beide Elternteile seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind. Die Daten stammen aus dem Mikrozensus, einer jährlichen Stichprobenerhebung, bei der rund ein Prozent der Bevölkerung befragt wird.
Herkunftsländer und zweite Generation
Rund jede:r fünfte in Deutschland lebende Person ist selbst eingewandert. Das entspricht 16,4 Millionen Menschen im Jahr 2025. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 1,7 Prozent. Das Statistische Bundesamt betont jedoch, dass der Zuwachs deutlich geringer ausfällt als in den Jahren zuvor.
Die größten Gruppen unter den Einwander:innen stammen aus Polen und der Türkei mit jeweils 1,5 Millionen Menschen. Danach folgen die Ukraine mit 1,3 Millionen sowie Russland und Syrien mit jeweils rund einer Million Menschen.
Die zweite Generation – also in Deutschland geborene Kinder von eingewanderten Eltern – umfasst rund 5,4 Millionen Menschen. Diese Gruppe ist im Vergleich zum Vorjahr um etwa drei Prozent gewachsen.
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Entwicklung seit 2005 und Altersstruktur
Laut des Statistischen Bundesamts ist seit 2005 die Zahl der Menschen mit Einwanderungsgeschichte deutlich gestiegen: von 13 Millionen auf 21,8 Millionen im Jahr 2025. Das entspricht einem Plus von 67 Prozent. Gleichzeitig wuchs ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung um rund zehn Prozentpunkte.
Auffällig ist auch die Altersstruktur: Einwander:innen sind im Schnitt jünger als der Rest der Bevölkerung Deutschlands. Bei den 25- bis 34-Jährigen hat mehr als ein Drittel eine entsprechende Geschichte, bei den über 65-Jährigen nur etwa jede siebte Person.
Unter den selbst eingewanderten jungen Erwachsenen im Alter von 25 bis 34 Jahren hat etwa ein Drittel einen akademischen Abschluss. Gleichzeitig hat auch rund ein Drittel keinen beruflichen Abschluss und ist weder in Ausbildung noch in einem Bildungssystem.
Verwendete Quellen:
Die Zeit: "Ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland hat Einwanderungsgeschichte"
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