Säbelrasseln

Kubas Präsident schießt gegen Trump: Dann "wird es Kämpfe geben"

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

:newstime

Übernahme? USA erhöhen Druck auf Kuba (18. März)

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Schwere Worte aus Havanna: Kubas Präsident warnt vor einem US-Angriff und kündigt Verteidigung an. Bahnt sich ein neuer Krieg an?

Das Wichtigste in Kürze

  • Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel warnt die USA eindringlich vor einer militärischen Eskalation.

  • Im Fall eines Angriffs kündigt er Widerstand an, schließt Gespräche mit Washington aber nicht aus.

  • Politische Zugeständnisse lehnt Havanna klar ab.

Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel hat die USA vor einer militärischen Eskalation gewarnt. In einem Interview mit dem US-Sender NBC News sagte er laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) unmissverständlich, Kuba werde sich im Falle eines Angriffs verteidigen. "Wenn das passiert, wird es Kämpfe geben, und es wird einen Widerstand geben, und wir werden uns verteidigen, und wenn wir sterben müssen, werden wir sterben, denn wie unsere Nationalhymne sagt: 'Für das Vaterland zu sterben, heißt, zu leben'", erklärte Díaz-Canel. Gleichzeitig betonte er: "Wir wollen keinen Krieg."

Trotz der scharfen Worte zeigte sich der Staatschef offen für Gespräche mit Washington. Politische Zugeständnisse schloss er jedoch aus. Zentrale Forderungen der USA – darunter die Freilassung politischer Gefangener, Mehrparteienwahlen sowie die Anerkennung unabhängiger Gewerkschaften und einer freien Presse – seien seiner Darstellung zufolge kein Thema zwischen beiden Ländern.

Fragen zum politischen System und zur verfassungsmäßigen Ordnung Kubas seien "nicht Gegenstand von Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten". Den Vorwurf, Kritiker:innen würden systematisch inhaftiert, wies Díaz-Canel als "große Lüge" zurück.

Auch in den News:

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Washington stimmt trotz Sanktionen Öllieferung zu

Die Warnung aus Havanna kommt in einer Phase zunehmender Spannungen. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt ein härteres Vorgehen gegenüber Kuba angekündigt und sogar von einer möglichen "Übernahme" gesprochen. Gleichzeitig steckt der sozialistische Inselstaat seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise, die sich zuletzt weiter zugespitzt hat.

Besonders dramatisch ist die Lage bei der Energieversorgung. Ein seit drei Monaten geltendes US-Ölembargo hat die Situation verschärft, nachdem Kuba zuvor seinen wichtigsten Lieferanten Venezuela verloren hatte. Nach Angaben aus der Region verschwand die Versorgung, nachdem die USA dort Anfang Januar mit der Festnahme von Präsident Nicolás Maduro einen Machtwechsel vorangetrieben hatten. Auf Kuba sind Stromausfälle, Treibstoffmangel und Versorgungsengpässe inzwischen Alltag.

Ende März erhielt das Land erstmals seit Monaten wieder Rohöl. Ein Schiff aus Russland brachte Medienberichten zufolge rund 100.000 Tonnen Öl nach Kuba. Die Lieferung war von der US-Regierung genehmigt worden, ohne dass dies eine Abkehr von der Sanktionspolitik bedeutete. Aus Washington hieß es, entsprechende Entscheidungen würden weiterhin im Einzelfall getroffen.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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