Grönland-Konflikt
Dänemarks Regierungschefin will für Grönland-Einigung mit Trump "alles tun"
Veröffentlicht:
von dpaDie dänische Regierungschefin Mette Frederiksen zieht eine klare rote Linie: Wir geben kein grönländisches Territorium ab.
Bild: Oliver Ziebe/WDR/dpa
Eins steht für Dänemark fest: An Grönlands Grenzen dürfen die USA nicht rütteln. Auch wenn Regierungschefin Mette Frederiksen bereit ist, für eine Lösung im Konflikt um die Arktis-Insel weit zu gehen.
Dänemark will laut Ministerpräsidentin Mette Frederiksen "alles tun", um sich im Grönland-Konflikt mit den USA zu einigen - außer Gebiete abtreten. In der ARD-Sendung "Maischberger" sagte Frederiksen auf die Frage, ob grönländisches Territorium für die Vereinigten Staaten denkbar sei, laut Übersetzung: "Nein. Das kann man sich nicht vorstellen." An dem Tag, an dem man Kompromisse bei den Grundsäulen der Demokratie mache, sei alles zu Ende.
US-Präsident Donald Trump hatte mehrfach mit der Annexion der zu Dänemark gehörenden Insel gedroht. Am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos hatte er nach einem Gespräch mit Nato-Chef Mark Rutte überraschend erklärt, es gebe nun einen Rahmen für eine Vereinbarung über Grönlands Zukunft. Gleichzeitig nahm er angedrohte Strafzölle gegen europäische Alliierte, darunter Deutschland, zurück, die sich hinter Dänemark gestellt hatten.
"Sehen, ob wir Vereinbarung treffen können"
Das wertet Frederiksen als Erfolg im Kampf gegen die US-Bedrohung. "Wenn Europa zusammensteht und sich selbst verteidigt, mit einer Stimme spricht, dann funktioniert es", sagte sie. "Wir haben jetzt eine diplomatische Spur mit den Amerikanern und müssen sehen, ob wir eine Vereinbarung treffen können."
Zum Inhalt der Gespräche mit den USA wollte sich Frederiksen nicht äußern. Wie lange die Verhandlungen andauerten, könne man "nie wissen". "Parallel zu den Gesprächen, die wir jetzt mit den Amerikanern führen, müssen wir Europäer uns aber klarmachen, dass die alte Welt weg ist", sagte die Regierungschefin. "Ich glaube nicht, dass sie zurückkommt. Für uns Europäer ist es deshalb am allerwichtigsten, auf die Aufrüstung zu setzen."
Mehr entdecken

Zwei Verletzte am Viehofer Platz
Essen: Messerstecherei in der Innenstadt – Fahndung nach Täter läuft

Musikspektakel in Wien
Eurovision Song Contest: Kommentator schwärmt von Sarah Engels

Rüstungskonzern
Rheinmetall baut Kamikaze-Drohnen: Erst Kreisen – dann Absturz

Mit 47 Jahren
Jason Collins: Trauer um ersten öffentlich schwulen NBA-Star

"Habe mich täuschen lassen"
Fazit zu Buckelwal Timmy: Robert Marc Lehmann glaubt nicht an Tod des Tiers

Koalitionsausschuss
Union: Entlastungsprämie für Arbeitnehmer kein Thema mehr

