Nordafrika
In Ceuta greift die Armee ein: Lage in Spaniens Enklaven nach Grenzübertritten angespannt
Veröffentlicht:
von Christopher Schmitt:newstime
Migranten-Chaos in Spanien-Enklave Ceuta
Videoclip • 33 Sek • Ab 12
Hunderte Migrant:innen sind in die spanischen Nordafrika-Enklaven Ceuta und Melilla gelangt. Nun setzt Madrid in Ceuta Soldat:innen ein. Der Ministerpräsident reist in die Region.
Die spanischen Nordafrika-Exklaven Ceuta und Melilla erleben eine dramatische Migrationskrise. Nach Schätzungen aus Polizeikreisen könnten innerhalb weniger Tage mehr als 20.000 Menschen überwiegend schwimmend nach Ceuta gelangt sein. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Europa Press. Auch in der 250 Kilometer westlich gelegenen Exklave Melilla überwanden etwa 400 Migranten die Grenze – über zwei Grenzübergänge von Marokko aus auf dem Landweg und über einen Damm im Süden der Stadt.
Die Lage in Ceuta bleibt hochgradig angespannt. Mindestens 16 Menschen wurden bereits tot aus dem Wasser geborgen. In der Nacht auf Freitag (31. Juli) übernachteten hunderte junge Migrant:innen auf den Straßen, viele von ihnen kaum bekleidet. Auch am Freitagmorgen kamen einem Bericht der Zeitung "El País" zufolge weiter hunderte Menschen über die Grenze.
Auch in den News:
Ministerpräsident Sánchez reist in das Gebiet
Die Zentralregierung in Madrid reagierte mit dem Einsatz von in Ceuta stationierten Armee-Einheiten zur Unterstützung der Grenzbeamten. Ministerpräsident Pedro Sánchez reist heute in das Gebiet. Der Präsident der autonomen Stadt Melilla, Juan José Imbroda, erklärte, die Sicherheitskräfte hätten die Lage unter Kontrolle gehalten.
EU-Angebot: Kommt Frontex zum Einsatz?
Die dramatischen Szenen wecken Erinnerungen an Mai 2021, als innerhalb von 36 Stunden mehr als 8.000 Menschen von Marokko aus in die Exklave Ceuta gestürmt waren. Obwohl Marokko 1956 die Unabhängigkeit von Frankreich und Spanien erlangte, hat Spanien dort weiterhin zwei Exklaven, Ceuta und Melilla, die beide von Marokko beansprucht werden. In der Nähe beider Gebiete warten oft tausende Menschen – vorwiegend aus Ländern südlich der Sahara – auf eine Gelegenheit, in das zur EU gehörende Gebiet zu kommen.
Die EU bot Spanien Unterstützung an. Migrationskommissar Magnus Brunner habe die Bereitschaft der EU zum Ausdruck gebracht, Spanien unter anderem über Frontex verstärkt zu unterstützen.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Positiver Trend
Weiße Wandfarbe im Öko-Test: Viele "sehr gut" – teuerste versagt

Gestrandet am Flughafen
Fast 24 Stunden Verspätung! Flugchaos für Ryanair-Reisende auf Mallorca

Verein erntet Shitstorm
Wildschwein attackiert Wachmann auf Hamburger Sportplatz

Dürre und Trockenheit
Wasserverbote in 80 Kommunen: Das gilt jetzt

Gefahr für Badende
Warnung an Frankreichs Stränden vor gefährlichen Tieren

Hitze-Fallen
Verbraucherzentrale warnt vor falschen Mini-Klimaanlagen

