Wer nicht bleibt, soll zahlen
CDU will ausländische Medizinstudenten im Land behalten
Veröffentlicht:
von Rebecca RudolphWer in Deutschland Medizin studiert, soll hier auch als Ärztin oder Arzt arbeiten - mindestens fünf Jahre lang.
Bild: lordn - stock.adobe.com
Die CDU will verhindern, dass ausländische Medizinstudierende nach ihrem Abschluss Deutschland verlassen - und schlägt vor, ihnen die Studienkosten in Rechnung zu stellen, wenn sie nicht bleiben.
Das Wichtigste in Kürze
Die CDU fordert, dass ausländische Absolventen mindestens fünf Jahre in Deutschland arbeiten oder andernfalls ihre Ausbildungskosten zurückzahlen.
Laut CDU-Staatssekretär Tino Sorge müsse Deutschland verhindern, dass hoch qualifizierte Ärzte ins Ausland abwandern, und stattdessen gezielt Anreize schaffen, hier zu bleiben.
Forschungspolitiker Florian Müller schlägt vor, dass die Bundesländer eigenständig über Rückforderungen der Studienkosten entscheiden sollen, um internationale Talente langfristig im Land zu halten.
Im Ringen um die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung in Deutschland plant die CDU, ausländischen Medizinstudierenden die Kosten ihres Studiums in Rechnung zu stellen, falls sie nach dem Abschluss umgehend in ihre Herkunftsländer zurückkehren.
"Wer hier studiert, soll mindestens fünf Jahre auf dem Land praktizieren. Wer das nicht will, muss die Kosten dieser erstklassigen Ausbildung zurückzahlen", erklärte der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Sepp Müller (CDU), gegenüber der "BILD"-Zeitung.
Die Ausbildung in der Humanmedizin verursacht erhebliche Kosten
Auch der Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Tino Sorge (CDU), sprach sich dafür aus, die sofortige Rückkehr ausländischer Absolventen in ihre Heimatländer zu verhindern. "Unser Ziel muss es sein, solche hoch qualifizierten Fachkräfte zu halten. Wir müssen junge Ärzte für eine Tätigkeit in Deutschland gewinnen, statt der Abwanderung zuzuschauen", sagte Sorge der Zeitung. Jeder Studienplatz in der Medizin sei mit erheblichen finanziellen Aufwendungen verbunden.
Florian Müller (CDU), forschungspolitischer Sprecher der Unionsfraktion, erklärte gegenüber der "BILD", die Bundesländer sollten eigenständig über Rückforderungen der Studienkosten entscheiden. "Wir müssen uns viel stärker darum kümmern, dass internationale Talente nach der Uni in Deutschland arbeiten", so Müller.
Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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