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Zwei Elche vor Berlin gesichtet: Bleiben sie dauerhaft?

Veröffentlicht:

von Max Strumberger

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Große Elchwanderung in Schweden beginnt

Videoclip • 01:32 Min • Ab 12


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Seltene Begegnung vor den Toren der Hauptstadt: Vor Berlin wurden zwei Elche gesichtet. Experten halten die Wanderer für Durchzügler aus Polen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Brandenburg bekommt ungewöhnlichen Besuch.

  • Zwei junge Elche sind nahe Berlin gesichtet worden, einer davon möglicherweise bereits am Berliner Ring.

  • Die Tiere könnten aus Polen kommen und werfen die Frage auf, ob sie dauerhaft in der Region sesshaft werden können.

Ungewöhnliche Besucher streifen durch Brandenburg: Zwei Elche wurden in den vergangenen Tagen südöstlich von Berlin gesichtet. Die Tiere hielten sich zwischen Grünheide und Spreenhagen im Landkreis Oder-Spree auf – nur wenige Kilometer vom südlichen Berliner Ring entfernt. Ein Autofahrer konnte eines der imposanten Tiere sogar fotografieren.

Dem Elchmonitoring Brandenburg liegen inzwischen Foto- und Videoaufnahmen sowie mehrere Augenzeugenberichte vor. Wildtierbiologe Benjamin Gillich vom Landeskompetenzzentrum Forst in Eberswalde bestätigt: Seit dem 28. Mai halten sich offenbar ein junger Elchbulle und ein weibliches Tier in der Region auf. Der Forstbetriebsleiter Lars Kleinschmidt vermutet, dass die beiden aus Polen eingewandert sind – dort werde der Platz für die Tiere allmählich knapp, weshalb vor allem jüngere Elche neue Reviere suchten.


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Bleiben die Elche dauerhaft in der Region?

Ob die Wanderer in Brandenburg bleiben, ist ungewiss. Kleinschmidt bezweifelt, dass das verkehrsreiche Gebiet rund um Berlin für eine dauerhafte Ansiedlung geeignet ist. Dass es grundsätzlich möglich wäre, beweist allerdings ein prominenter Vorgänger: Elch Bert lebt seit 2018 im Naturpark Nuthe-Nieplitz südwestlich von Berlin. Der mit einem Sender ausgestattete Bulle hat sich dort dauerhaft niedergelassen und fällt vor allem durch eine kuriose Angewohnheit auf – im Sommer hält er sich bevorzugt in der Nähe von Kühen auf.

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So sollte man bei einer Elch-Sichtung reagieren

Elche sind in Deutschland nach wie vor selten. Die meisten Sichtungen betreffen durchziehende Tiere aus Polen oder Skandinavien. Im Jahr 2025 gingen 19 Meldungen beim Monitoring ein, im laufenden Jahr wurden bereits 24 Beobachtungen registriert. Ein eindeutiger Trend zur Ausbreitung lasse sich daraus noch nicht ableiten, so Gillich. Heiße Sommer stellten die Tiere vor besondere Herausforderungen, da sie auf Feuchtgebiete zur Kühlung angewiesen seien.

Wer einem Elch begegnet, sollte Abstand halten. Die Tiere können bis zu 500 Kilogramm wiegen und allein durch ihre Masse gefährlich werden. Experten raten, Sichtungen auf elch-brandenburg.de zu melden – Fotos und Videos helfen bei der Dokumentation. Ein Tipp der Fachleute: Nicht jeder vermeintliche Elch ist auch einer – manchmal entpuppt sich der Koloss als gewöhnlicher Rothirsch.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

B.Z.

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