Wetterumschwung
Wüstentage stehen an: Deutschland steuert auf Hitzewelle zu
Veröffentlicht:
von Max Strumberger:newstime
El Niño 2026: Droht ein Wetterextrem?
Videoclip • 02:06 Min • Ab 12
Noch bringen Tiefausläufer Schauer und Gewitter, doch schon ab dem Wochenende ist damit Schluss. Anfang kommender Woche sind verbreitet Badewetter und regional sogar bis zu 35 Grad in Sicht.
Das Wichtigste in Kürze
Nach Tagen voller Regenwolken und kühler Luft dreht das Wetter jetzt spürbar auf.
Hochdruck gewinnt die Oberhand, die Temperaturen steigen rapide.
Besonders im Süden und Westen könnte Deutschland schon bald neue Hitzetage erleben.
Nach Tagen mit Regen, Schauern, frischen Nächten und nur verhaltenen Temperaturen steht Deutschland vor einem markanten Wetterumschwung: Die zähe Schafskälte verliert ihren Einfluss, und schon ab dem Wochenende setzt sich zunehmend freundlicheres und wärmeres Wetter durch. Noch bis Freitag bleibt es vielerorts wechselhaft, regional auch nass und gewittrig. Doch bereits dann zeigen die Prognosen klar nach oben.
Auslöser der Entwicklung ist eine großräumige Umstellung der Wetterlage über Europa. Während Tiefdruckgebiete Deutschland zuletzt immer wieder kühle Atlantikluft gebracht haben, baut sich nun mehr und mehr Hochdruck über Mitteleuropa auf. Ein Azorenhoch dehnt sich aus, drängt die Frontalzone nach Norden und öffnet den Weg für deutlich wärmere Luftmassen aus südwestlichen bis subtropischen Regionen. Die Wettermodelle zeichnen dabei überraschend geschlossen ein sommerliches Szenario.
Deutliches Nord-Süd-Gefälle
Schon am Wochenende steigen die Temperaturen spürbar an. Am Sonntag sind in vielen Regionen 25 bis 32 Grad möglich, zum Wochenstart wird es verbreitet sonnig und sommerlich. Besonders im Süden und Südwesten sowie entlang des Rheins, in Franken, am Oberrhein und teils auch in der Lausitz könnte es besonders heiß werden. Dort rückt zur neuen Woche sogar die Marke von 35 Grad in Reichweite – und damit der erste sogenannte Wüstentag des Jahres.
Allerdings zeigt sich die Wärme nicht überall gleich stark. Während der Norden zunächst eher bei 20 bis 25 Grad liegen dürfte, baut sich im Süden eine deutlich intensivere Hitzelage auf. Meteorolog:innen erwarten dort regional schon ab Wochenbeginn eine ausgewachsene Hitzewelle. Wie lange sie anhält, ist noch nicht in jedem Detail sicher: Einige Modelle lassen die Hochdruckphase bis weit in die zweite Junihälfte hinein andauern, andere sehen früher wieder Schauer und Gewitter aufziehen.
Unwetter möglich
Mit der Hitze wächst zugleich das Unwetterpotenzial. Die warme, teils feuchte Luft kann vor allem nachmittags und abends kräftige Gewitter auslösen – lokal mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen. Besonders in Bergregionen und im Alpenvorland ist die Gefahr erhöht, ausgeschlossen sind solche Entwicklungen aber auch im Flachland nicht. Unterm Strich deutet dennoch vieles darauf hin: Nach einem holprigen Start nimmt der Sommer jetzt spürbar Fahrt auf – heiß, trocken und mit wachsender Gewitterneigung.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
wetter.com
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