Gefahr im Meer
Giftigste Quallen der Welt: 13-Jähriger stirbt im Thailand-Urlaub nach Badekontakt
Aktualisiert:
von Marie-Finn Bruker:newstime
Forscher filmen Qualle von der "Größe eines Schulbusses" (6. Februar)
Videoclip • 01:04 Min • Ab 12
Innerhalb weniger Minuten kann sie lebensgefährlich werden: Die Würfelqualle gehört zu den giftigsten Meerestieren der Welt. Nun starb ein Jugendlicher in Thailand infolge des tödlichen Stichs.
Das Wichtigste in Kürze
Ein 13-jähriger Junge wurde beim Baden am thailändischen Golf von einer hochgiftigen Würfelqualle gestochen und starb.
In den vergangenen Jahren sind immer wieder Menschen durch das Gift der sogenannten Seewespe ums Leben gekommen.
Die thailändische Behörde für Meeres- und Küstenschutz hat nun deutliche Warnungen an die Menschen der betroffenen Regionen ausgesprochen und Sicherheitsmaßnahmen veranlasst.
Im Süden Thailands ist ein 13-Jähriger von einer hochgiftigen Würfelqualle gestochen worden und gestorben. Die Behörde für Meeres- und Küstenschutz (DMCR) warnt die Badegäste ausdrücklich vor den gefährlichen Meerestieren und hat nun zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet.
Auch in den News:
Würfelqualle: Ihr Stich kann tödlich enden
Wie der Sender Thai PBS unter Berufung auf die Behörde DMCR berichtete, ereignete sich das Unglück am Samstag (1. August) in der Provinz Nakhon Si Thammarat 800 Kilometer südlich von Bangkok. Beim Schwimmen am Ban Fai Tha Beach traf der Jugendliche auf die Qualle, auch Box Jellyfish genannt. Sie gehört zu den giftigsten Meerestieren der Welt.
Die ursprünglich an der Nord- und Ostküste Australiens heimischen Quallen halten sich überwiegend in flachen Gewässern auf. Auf Deutsch werden sie auch Seewespe genannt – der Name ist Programm. Ihr toxischer Stich verursacht meist sofort starke Schmerzen und kann innerhalb weniger Minuten Herz und Nervensystem so schwer schädigen, dass es zu Atem- oder Herzstillstand kommt.
In den vergangenen Jahren kam es in Thailand mehrmals zu tödlichen Zusammentreffen mit den Tieren. 2015 starb eine junge deutsche Touristin auf der beliebten Ferieninsel Koh Samui im Golf von Thailand. Ein Jahr zuvor hatte es einen französischen Jungen getroffen, 2021 starb ein israelisches Kind.
Das Unglück ereignete sich im Süden des Landes am Golf von Thailand. (Archivbild)
Bild: Nic Bothma/EPA/dpa
So solltest du nach einem Stich reagieren
Der nun betroffene Strand ist vor allem bei thailändischen Urlauber:innen beliebt, international ist er wenig bekannt. Im Zuge des tödlich geendeten Stichs haben die Behörden ihre Warnungen an die Öffentlichkeit verschärft und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen an den Küsten angeordnet.
Wie DMCR-Chef Pinsak Suraswadi erklärte, seien Regionalbüros, Provinzverwaltungen, Gesundheitsbehörden und Strandbetreibende angewiesen worden, die gefährdeten Küstenabschnitte kontinuierlich zu überwachen. Badegäst:innen sollen keinesfalls ins Wasser gehen, wenn dort giftige Quallen gesichtet werden, heißt es von der DMCR. Weiter müsse den Anweisungen der Rettungsschwimmer:innen dringend Folge geleistet werden.
Im Falle eines Stichs sollen Betroffene das Wasser umgehend verlassen. Anschließend müsse die Wunde mindestens 30 Sekunden lang mit Haushaltsessig gespült werden. Entlang gefährdeter Strände in Thailand wurden deshalb Essig-Notfallstationen eingerichtet. Die Einstichstelle dürfe keinesfalls gerieben oder mit Süßwasser oder Alkohol in Berührung kommen.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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