Spart wertvolle Zeit

Wildtier gefunden? Die kostenlose Wildtier-SOS-App kann jetzt helfen

Aktualisiert:

von Jacqueline Bittl

:newstime

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Videoclip • 01:30 Min • Ab 12


Verletzter Igel, verwaistes Rehkitz oder Vogel in Not: Die kostenlose Wildtier-SOS-App zeigt, was im Ernstfall zu tun ist und vermittelt schnelle Hilfe direkt in der Nähe. So funktioniert sie.

Ein junges Eichhörnchen am Straßenrand, ein verletzter Vogel im Garten oder ein scheinbar verlassenes Rehkitz auf der Wiese: Gerade im Sommer häufen sich Begegnungen mit Wildtieren in Not. Hilfe verspricht die kostenlose Wildtier-SOS-App. Wie der Website des Anbieters "wildtier-sos.de" zu entnehmen ist, richtet sich das digitale Angebot an Menschen, die schnell einschätzen wollen, ob ein Tier tatsächlich Hilfe braucht und an wen sie sich im Ernstfall wenden können.

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Wie hilft mir die Wildtier-SOS-App?

Die App bündelt Informationen rund um heimische Wildtiere und gibt vor allem in akuten Situationen Orientierung. Nutzer:innen erhalten Hinweise dazu, wie sie sich bei Fundtieren verhalten sollen, welche Fehler vermieden werden müssen und wann professionelle Hilfe nötig ist. Besonders wichtig: Nicht jedes allein wirkende Jungtier ist automatisch hilfsbedürftig. Laut Wildtier-SOS kann ein falsches Eingreifen den Tieren sogar schaden.

Im Gespräch mit :newstime äußert sich die Tierarzthelferin Bente Eidmann dazu, warum es beispielsweise für kleine Vögel schnell zur Falle werden kann, wenn sie in Auffangstationen und Tierarztpraxen landen – obwohl sie kerngesund sind. Laut ihr besteht vor allem ein zeitliches Problem, denn bis man mit dem vermeintlich verlassenen Tier in der Praxis angekommen ist, könne es "auch sein, dass die Elterntiere dann schon weg sind".

Ein zentraler Bestandteil der Anwendung ist die integrierte Suche nach Auffangstationen, Wildtierhilfen und tiermedizinischen Ansprechpartner:innen in der Umgebung. Wer ein verletztes oder geschwächtes Tier entdeckt hat, kann so schneller passende Kontakte finden. Die Plattform verweist zudem auf Notrufmöglichkeiten und regionale Hilfsangebote. Damit wird wertvolle Zeit gespart – gerade bei verletzten Wildtieren kann das entscheidend sein.

Die SOS-Funktion der Wildtier-SOS-App stellt Fragen zum gefundenen Tier

Verletzter Igel, verwaistes Rehkitz oder Vogel in Not: Die kostenlose Wildtier-SOS-App zeigt, was im Ernstfall zu tun ist – und vermittelt schnelle Hilfe direkt in der Nähe.

Bild: Wildtier SOS


Die App hilft dabei, schneller und gezielter zu reagieren

Die Wildtier-SOS-App ist kostenlos im App Store und bei Google Play verfügbar. Das Angebot richtet sich ausdrücklich nicht nur an Fachleute oder Tierschützer:innen, sondern an alle Menschen, die draußen unterwegs sind – etwa Spaziergänger:innen, Familien, Autofahrer:innen oder Gartenbesitzer:innen.

Neben konkreter Hilfe im Notfall setzt Wildtier-SOS auch auf Aufklärung. Die Plattform informiert über typische Verhaltensweisen heimischer Tiere, die richtige Versorgung bis zum Eintreffen von Expert:innen und über den Artenschutz. Gerade in Zeiten zunehmender Hitze, Trockenheit und dichter Besiedlung geraten Wildtiere häufiger in Gefahr. Digitale Angebote wie diese sollen deshalb dabei helfen, schneller und gezielter zu reagieren.

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Die Vorteile der Wildtier-SOS-App auf einen Blick

  • Kostenlose Nutzung ohne Werbung oder In-App-Käufe

  • Schnelle Hilfe bei verletzten oder hilfsbedürftigen Wildtieren

  • Informationen zu richtigem Verhalten in Notfällen

  • Unterstützung bei der Einschätzung, ob ein Tier wirklich Hilfe braucht

  • Integrierte Tierbestimmung mit Artenlisten und Steckbriefen

  • Suche nach Wildtierstationen, Tierärzt:innen und Auffanghilfen in der Nähe

  • Wissenschaftlich angebunden an die Tierärztliche Hochschule Hannover

FAQ: Wildtier-SOS-App

Ja. Die Wildtier-SOS-App kann kostenlos genutzt werden. Laut Betreiber:innen gibt es weder versteckte Kosten noch In-App-Käufe. Auch auf Werbung wird verzichtet, da das Projekt gemeinnützig ausgerichtet ist.

Die Funktion zur Tierbestimmung sowie die umfangreichen Artenlisten mit Steckbriefen benötigen viel Speicherplatz. Deshalb werden diese Inhalte nicht automatisch mit der App installiert. Nutzer:innen können selbst entscheiden, ob sie die Daten direkt oder erst später herunterladen möchten – etwa dann, wenn eine stabile WLAN-Verbindung verfügbar ist. So bleibt die App auch in akuten Notfällen schnell einsatzbereit.

Aktuell umfasst die Karte vor allem Hilfsangebote und Anlaufstellen in Deutschland. Künftig soll das Angebot laut Wildtier-SOS auch auf weitere deutschsprachige Länder der DACH-Region ausgeweitet werden.


Verwendete Quellen:

wildtier-sos.de

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