Wenn es im Wald brennt

Waldbrandgefahr: Was du bei Rauch oder Flammen im Wald sofort tun solltest

Veröffentlicht:

von Benedikt Rammer

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Videoclip • 22 Sek • Ab 12


Ein Waldbrand kann sich in kurzer Zeit gefährlich ausbreiten, besonders bei Hitze und Trockenheit. Wer Rauch oder Flammen entdeckt, sollte schnell handeln, den Notruf wählen und sich selbst nicht in Gefahr bringen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer Rauch, Flammen oder herrenlose Lagerfeuer im Wald entdeckt, sollte sofort den Notruf 112 wählen.

  • Bei einem Waldbrand gilt: nicht in Gefahr geraten, quer zum Wind fliehen und in bergigem Gelände möglichst bergab laufen.

  • Viele Waldbrände entstehen durch menschliche Fahrlässigkeit, etwa durch Zigaretten, offenes Feuer oder falsch abgestellte Fahrzeuge.

Im Sommer reicht oft schon ein kleiner Funke, um einen Waldbrand auszulösen. Eine weggeworfene Zigarette, ein Grillfeuer oder ein herrenloses Lagerfeuer können genügen, damit sich Flammen in trockenem Gras oder Unterholz rasch ausbreiten. Wie "BR24" berichtet, steigt das Risiko besonders bei Trockenheit und Hitze deutlich an. Umso wichtiger ist es, im Ernstfall richtig zu reagieren.

Wenn du beim Spazierengehen, Wandern oder Radfahren Rauchentwicklung oder offene Flammen bemerkst, solltest du sofort den Notruf 112 wählen. Das gilt laut "BR24" europaweit. Auch im Ausland werde man in der Regel mit der zuständigen Leitstelle verbunden, die Feuerwehr oder andere Rettungskräfte alarmiert. Schon Qualm oder ein unbeaufsichtigtes Lagerfeuer sollten ernst genommen werden.

Rettungspunkte helfen bei der Ortung

Ein Problem im Wald ist oft, dass Betroffene ihren genauen Standort nicht kennen. Deshalb verweist "BR24" auf sogenannte Rettungspunkte. Das sind grün-weiße Schilder mit einer Kennung, die häufig an Wegen, Waldrändern oder Parkplätzen stehen. Diese Kennung hilft Einsatzkräften, den Ort schneller zu finden.

Kleinere und noch überschaubare Brandherde können unter Umständen eingedämmt werden, etwa indem glimmende Zigaretten sorgfältig ausgetreten oder kleine Flammen mit Sand oder Erde erstickt werden. Entscheidend ist dabei aber immer die eigene Sicherheit. Sobald sich das Feuer ausbreitet oder unkontrollierbar wirkt, solltest du den Bereich sofort verlassen und auf die Feuerwehr warten.

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Niemals in den Rauch laufen

Besonders wichtig ist die Fluchtrichtung. Laut "BR24" solltest du immer quer zum Wind fliehen und niemals in Richtung der Rauchentwicklung laufen. In bergigem Gelände gilt zusätzlich: möglichst schnell bergab in Sicherheit bringen, weil Rauch und Hitze nach oben steigen. Wer sich zu spät in Sicherheit bringt, kann durch Feuer, Rauch oder schlechte Sicht schnell in eine lebensgefährliche Lage geraten.

Um Waldbrände zu vermeiden, ist vor allem Vorsicht gefragt. Glimmende Gegenstände wie Zigaretten dürfen nie achtlos weggeworfen werden. Auch Fahrzeuge können gefährlich sein: Wer auf trockenem Gras parkt, riskiert laut BR24, dass heiße Teile der Abgasanlage einen Brand auslösen. Das gilt besonders nach längeren Fahrten.

Viele Brände entstehen durch Menschen

In Bayern gilt außerdem vom 1. März bis 31. Oktober ein Rauchverbot im Wald, ausgenommen sind Waldbesitzer:innen und Personen, die dort beruflich arbeiten. Offenes Feuer sollte in Waldnähe grundsätzlich tabu sein. Dazu zählen Grillfeuer, Lagerfeuer oder Partyfackeln, vor allem bei anhaltender Trockenheit. Erlaubt sind nur ausgewiesene Grillplätze.

Die Zahlen zeigen, wie relevant das Thema ist. Nach Angaben des Bundesamts für Landwirtschaft und Ernährung, auf die sich "BR24" bezieht, wurden in Deutschland im Jahr 2024 insgesamt 563 Waldbrände registriert. Betroffen war eine Fläche von rund 334 Hektar. 8,4 Prozent der bekannten Ursachen gingen auf Fahrlässigkeit zurück, 4,5 Prozent auf Brandstiftung und 2,9 Prozent auf natürliche Auslöser. In vielen Fällen blieb die Ursache allerdings unklar. Klar ist trotzdem: Menschliches Verhalten spielt bei Waldbränden eine zentrale Rolle.


Verwendete Quellen:

BR24: "Waldbrandgefahr: Flammen oder Rauch entdeckt – was tun?"

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