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Ebola-Epidemie im Kongo: Über 1.000 Infizierte – Experten warnen vor Kontrollverlust

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von Michael Reimers

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Ebola: Uganda schließt Grenze zum Kongo (28. Mai)

Videoclip • 33 Sek • Ab 12


Die Zahl der Ebola-Erkrankten in der Demokratischen Republik Kongo hat einen dramatischen Meilenstein überschritten. Besonders ein Problem bereitet dem Gesundheitssystem große Kopfschmerzen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein schwerer Ebola-Ausbruch im Kongo hat bereits mehr als 1.000 Menschen infiziert.

  • Da Rebellengruppen die betroffenen Regionen kontrollieren, lassen sich die Kontakte Infizierter kaum nachverfolgen.

  • Expert:innen sind alarmiert, da es für den aktuellen Virustyp bislang weder Impfstoffe noch Therapien gibt.

Gut einen Monat nach Bekanntgabe des Ebola-Ausbruchs hat die Epidemie im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo eine besorgniserregende Dimension erreicht. Nach Angaben des Informationsministeriums in Kinshasa sind mittlerweile 1.003 Fälle in drei Provinzen des Landes laborbestätigt worden.

254 Menschen sind bereits an der hochgefährlichen Krankheit gestorben, während 100 Patient:innen als genesen gelten. Aktuell werden 365 Erkrankte in Krankenhäusern und Isolierstationen behandelt.

Die Sterblichkeitsrate liegt derzeit bei rund 25 Prozent – deutlich niedriger als bei früheren Ausbrüchen, aber dennoch alarmierend angesichts der rasanten Ausbreitung. Auch das Nachbarland Uganda ist betroffen: Dort wurden 19 Infektionen und zwei Todesfälle registriert, die mit dem kongolesischen Ausbruch in Verbindung stehen.

Kontaktverfolgung weit unter kritischer Schwelle

Besonders beunruhigend ist die mangelnde Nachverfolgung von Kontaktpersonen. Lediglich 58 Prozent der Kontakte bestätigter Fälle werden derzeit überwacht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert jedoch eine Quote von 90 Prozent, um die Ausbreitung wirksam zu stoppen. Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC hatte sich bereits mehrfach besorgt über die hohe Zahl nicht ermittelter Kontakte geäußert.


Konfliktregion erschwert Hilfsmaßnahmen

Die Eindämmung der Epidemie wird durch die prekäre Sicherheitslage im Osten des Kongo massiv behindert. In der Provinz Ituri, dem Zentrum des Ausbruchs, ist die medizinische Infrastruktur bereits unter normalen Umständen schwach. Zahlreiche bewaffnete Gruppen sind in der Region aktiv, die Rebellengruppe M23 kontrolliert derzeit große Teile der ebenfalls betroffenen Provinzen Nord-Kivu und Süd-Kivu, einschließlich der Provinzhauptstädte Goma und Bukavu.

Aufgrund der andauernden Konflikte leben im Ostkongo nach UN-Angaben bis zu vier Millionen Binnenflüchtlinge. Diese Menschen sind oft unter beengten Verhältnissen in provisorischen Lagern untergebracht, mit mangelnder Hygiene und unzureichender Gesundheitsversorgung. Ein Ebola-Ausbruch in einem dieser Lager wäre nach Experteneinschätzung fatal.

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Keine Impfung gegen diesen Virustyp

Die Bekämpfung wird zusätzlich dadurch erschwert, dass es sich um den seltenen Bundibugyo-Typ des Ebolavirus handelt, für den bislang weder ein Impfstoff noch eine spezielle Therapie existiert. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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