Porsche verdrängt

Hochtief-Aktie stürmt in den Dax – diese Investition sorgt für den Turbo

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von Michael Reimers

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Gehälter der Dax-Chefs massiv gestiegen (19. April)

Videoclip • 01:29 Min • Ab 12


Der Essener Bauriese Hochtief profitiert von Infrastruktur-Milliarden. Der Aktienkurs hat sich binnen Jahresfrist mehr als verdreifacht. Was das für die Börse bedeutet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Essener Traditionskonzern Hochtief steigt in den Dax auf und verdrängt die Porsche SE aus der ersten Börsenliga.

  • Den Turbo für den kometenhaften Aufstieg liefert vor allem eine bestimmte Investition.

  • Auch weltweite Milliardenprogramme für Infrastruktur und Verteidigung füllen die Auftragsbücher des Bauriesen.

Es ist ein historischer Moment für den traditionsreichen Baukonzern: Hochtief gehört ab Montag (22. Juni) zu Deutschlands Börsen-Elite. Mit dem Einstieg in den Dax rückt das Essener Unternehmen erstmals in die Liga der 40 wertvollsten börsennotierten Firmen des Landes auf. Den Platz musste die Volkswagen-Beteiligungsgesellschaft Porsche SE räumen, die in den MDax für mittelgroße Werte abrutscht.

Der Debüttag verlief vielversprechend: Die Hochtief-Aktie legte um 0,6 Prozent zu. Ganz anders das Bild bei Porsche SE, deren Papiere mit einem Minus von 1,8 Prozent zu den schwächsten Werten im MDax zählten.


Rechenzentren als Wachstumsmotor

Der kometenhafte Aufstieg kommt nicht von ungefähr. Binnen zwölf Monaten hat sich der Wert der Hochtief-Aktie mehr als verdreifacht. Haupttreiber ist das boomende Geschäft mit Rechenzentren für Künstliche Intelligenz, insbesondere in den USA. Doch auch milliardenschwere Infrastrukturprogramme und steigende Verteidigungsbudgets in zahlreichen Ländern befeuern die Auftragsbücher.

Mit einem Börsenwert von rund 38 Milliarden Euro erfüllt Hochtief die Kriterien für den Dax – obwohl lediglich 20 Prozent der Aktien frei handelbar sind. Die restlichen 80 Prozent kontrolliert der spanische Bau- und Infrastrukturriese ACS, der seit Mitte 2011 das Sagen bei den Essenern hat. Die Hochtief-Aktivitäten machen dabei den Löwenanteil des ACS-Geschäfts aus: 2025 entfielen gut drei Viertel des Konzernumsatzes auf Hochtief-Unternehmen.

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Globales Netzwerk mit Schwerpunkt Ausland

Hinter der Essener Konzernzentrale verbirgt sich ein weltumspannendes Geflecht von Baufirmen. Das Spektrum reicht von Wolkenkratzern über Krankenhäuser bis hin zu Solarparks, Bergbauanlagen und militärischer Infrastruktur. Den Großteil der Geschäfte wickeln die Auslandstöchter Turner in den USA und Cimic in Australien ab. Von den Ende 2025 beschäftigten rund 61.500 Mitarbeiter:innen arbeiten nur knapp 3.700 in Deutschland.

Die Aufnahme in den Dax ist vor allem für Indexfonds relevant, die ihre Portfolios nun entsprechend umschichten müssen. Dies kann zusätzlichen Einfluss auf die Kursentwicklung nehmen.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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