Gestrandeter Buckelwal
Wird der Wal-Transport zur Qual? Forscher warnt vor Lärm-Albtraum für Timmy
Aktualisiert:
von Michael Reimers:newstime
So soll Timmy jetzt gerettet werden
Videoclip • 01:21 Min • Ab 12
Für den gestrandeten Buckelwal vor Poel könnte die geplante Rettungsaktion mit schwerem Gerät zur zusätzlichen Tortur werden, warnt ein Walforscher. Der Lärm bedrohe sein empfindlichstes Sinnesorgan.
Das Wichtigste in Kürze
Der gestrandete Buckelwal vor der Insel Poel soll gerettet werden, doch ein Walforscher warnt vor schweren Folgen.
Der geplante Transport mit schwerem Gerät könnte für das hochsensible Tier zur extremen Belastung werden.
Vor allem der massive Lärm während der mehrtägigen Aktion bereitet ihm große Sorgen.
Die geplante Rettung des vor der Ostseeinsel Poel gestrandeten Buckelwals steht unter keinem guten Stern. Während ein Lastkahn den geschwächten Meeressäuger möglicherweise bis in den Atlantik transportieren soll, schlägt ein Experte Alarm: Der Lärm während des mehrtägigen Transports könnte das Tier massiv belasten.
"Was mir Sorgen macht, ist die Lautstärke. Das wird sehr laut für den Wal. Und Wale und Delfine leben in einer Welt des Schalls. Die sind da extrem empfindlich", erklärte Fabian Ritter, Walforscher und Meeresbiologe sowie Mitgründer des Wal- und Delfinschutzvereins "M.E.E.R.", im ZDF-"Morgenmagazin". Der Vergleich, den Ritter zieht, ist drastisch: Die Lärmbelastung für den Wal entspreche dem, als würde man einem Menschen drei Tage lang eine helle Lampe ins Gesicht halten.
Langer Transport als Stressfaktor?
Der Buckelwal schwimmt und liegt bereits seit mehr als 50 Tagen in der Ostsee. Sein Zustand ist nach Einschätzung des Experten prekär, die Leidensgeschichte lang. Ritter bleibt skeptisch, ob der Einsatz von großem, schwerem Gerät und vielen Menschen dem Tier nicht mehr schadet als nützt.
Besonders der lange Transport im Lastenkahn könne das Tier sehr stressen, warnt der Meeresbiologe. Doch nicht nur der Lärm bereitet Sorgen: Nach drei Tagen könne man den Buckelwal nicht einfach anschubsen und davon ausgehen, dass er losschwimmt. Wichtig sei, zu prüfen, ob das Tier bewegungsfähig ist und tatsächlich Nahrung zu sich nehmen kann. Ritter vermisst zudem die Ergebnisse von Blutproben oder eine Analyse der Atemluft.
Zu den Überlebenschancen des Walbullen wollte sich der Experte nicht konkret äußern. "Über die Überlebenschancen dieses Wals ist schon viel spekuliert worden und er hat uns immer wieder überrascht. Da mag ich jetzt keine Prognose geben", sagte Ritter.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Auch in den News:
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
:newstime verpasst? Hier neueste Folge ansehen
Mehr entdecken

Stabilisierung der Krankenkassen
Gesundheitsreform: Klingbeil zeigt sich offen für Zuckersteuer

Produktrückruf-Ticker
Rewe-Rückruf für Mini-Schnitzel: Gefahr für Allergiker droht

46. Verhandlungstag
"Bin kein Verbrecher": Mutmaßlicher Entführer sagt im Block-Prozess aus

Abstimmung
"Gartentier des Jahres" gekürt: Hast du es schon entdeckt?

Gesetzliche Alterssicherung
Großteil für mehr Einzahlende in die Rentenversicherung

Gefahr für die Natur
Bis 25 Grad: Wo es in den kommenden Tagen am wärmsten wird


