Trotz Hitze

Ventilator an, Nase zu? Warum du plötzlich niesen musst – und was hilft

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Vorsicht: Extremhitze trifft Deutschland

Videoclip • 36 Sek • Ab 12


Ventilatoren und Klimageräte bringen Abkühlung – doch sie können auch Niesen, Nackenweh und gereizte Atemwege auslösen. Warum das so ist und wie man sich schützt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Ventilator läuft, doch statt Erleichterung beginnt plötzlich das Niesen.

  • Dahinter steckt keine Einbildung, sondern aufgewirbelte Luft mit Staub, Pollen und Zugluft.

  • Wie du dich bei Hitze richtig abkühlst, ohne deiner Gesundheit zu schaden.

Deutschland ächzt unter einer Gluthitze. Viele Beschäftigte greifen zu Ventilator oder Klimaanlage, um sich Erleichterung zu verschaffen. Doch wenn plötzlich die Nase juckt oder das Niesen beginnt, ist das kein Zufall: Ventilatoren kühlen die Luft nicht – sie wirbeln sie auf, mitsamt Staub, Pollen und anderen Partikeln.

Darauf weist unter anderem die Gewerkschaft IG Metall hin. Ein Ventilator fördere zwar die Kühlung durch Schweißverdunstung, "aber nicht jeder verträgt die dabei mögliche Zugluft". Zudem könnten durch den Betrieb Staub oder Pollen aufgewirbelt werden – eine besondere Belastung für Allergiker:innen.


Warum der Ventilator Niesen auslöst

Die häufigsten Gründe liegen in der Luft selbst – und in den Geräten:

  • Aufgewirbelter Staub und Pollen: Ventilatoren verteilen Partikel im Raum, die sonst am Boden liegen würden. Gelangen sie in Nase und Atemwege, reagieren viele mit Niesen.

  • Allergene und Milbenreste: Laut dem Nachrichtenportal "oe24.at" sammeln sich auf Rotorblättern über Monate Staub und Allergene, die beim Einschalten regelrecht "freigesetzt" werden.

  • Trockene Schleimhäute: Ventilatoren und Klimaanlagen trocknen die Luft aus. Gereizte Schleimhäute reagieren empfindlicher auf Reize – auch das begünstigt Niesanfälle.

Zugluft, Keime und Viren: unterschätzte Risiken

Neben harmlosen Reizungen gibt es weitere Gefahren. Die IG Metall warnt, dass mobile Umluftgeräte wie Ventilatoren oder mobile Klimaanlagen die Luft lediglich umwälzten, ohne frische Außenluft zuzuführen. In Räumen mit mehreren Personen könnten dadurch "potenziell belastete Aerosole verteilt" und Tröpfchen über größere Distanzen transportiert werden. Das könne das Übertragungsrisiko von Viren – etwa dem Coronavirus – erhöhen.

Das Portal "oe24.at" weist auch auf hygienische Risiken bei Klimaanlagen hin: In schlecht gewarteten Geräten könnten sich Schimmel und Bakterien bilden. Deren Sporen oder Keime könnten Atemwegsbeschwerden, Kopfschmerzen oder Infektionen verursachen.

Auch in den News:

So nutzt du Ventilatoren und Klimageräte sicher

Ganz auf Abkühlung verzichten muss niemand. Mit diesen Maßnahmen lassen sich Risiken deutlich senken:

  • Geräte regelmäßig reinigen: Ventilatoren: Schutzgitter abnehmen, Rotorblätter feucht abwischen. Klimageräte: Filter regelmäßig reinigen oder austauschen.

  • Zugluft vermeiden: Ventilatoren nicht direkt auf Kopf oder Nacken richten, besonders nicht im Schlaf.

  • Temperaturunterschiede begrenzen: Extreme Kälte im Innenraum vermeiden, um Kreislauf und Schleimhäute zu schonen.

  • Richtig lüften: Mehrmals täglich kurz stoßlüften, statt Geräte dauerhaft laufen zu lassen.

  • Im Büro beachten: Laut IG Metall sollten mobile Umluftgeräte nur im Einzelbüro genutzt werden. Raumlufttechnische Anlagen seien hingegen mit hohem Außenluftanteil und geeigneten Filtern (z. B. HEPA) sinnvoller.

Auch der Arbeitgeber steht bei hohen Temperaturen in der Pflicht. Er muss laut den deutschen Gesetzen dafür sorgen, dass die Beschäftigten in einem angenehmen Klima arbeiten können. Welche Rechte du als Beschäftigter hast, erfährst du hier!

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

IG Metall: "Was tun bei Hitze am Arbeitsplatz?"

oe24.at: "Achtung: So machen uns Ventilatoren und Klimaanlagen krank"

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