Südeuropa

Heftige Unwetter in Frankreich, Spanien und Portugal: ein Toter und mehrere Verletzte

Veröffentlicht:

von Jana Wejkum

:newstime

Heftige Regenfälle setzen Teile Portugals unter Wasser

Videoclip • 01:16 Min • Ab 12


Umstürzende Bäume, Stromausfälle und eine Fahrbahn, die in die Tiefe stürzt: Ein Unwetter hält Teile Südeuropas in Atem.

Für einen LKW-Fahrer endete eine Nachtfahrt im Südwesten Frankreichs tödlich: Sein Fahrzeug wurde von herunterstürzenden Ästen getroffen, wie der französische Innenminister Laurent Nuñez mitteilte.

Auslöser war das Sturmtief "Nils", wegen dem fünf französische Départements derzeit die höchste Unwetterwarnstufe Rot ausgerufen haben. Der französische Wetterdienst Météo France bezeichnete ihn als Sturm von seltener Kraft.

Sturmböen fegten in der Nacht mit bis zu 160 Kilometern pro Stunde über Frankreich. Die Folge: ausgefallene Züge und Einschränkungen im Straßenverkehr. Der Versorger Enedis gab an, dass im Süden des Landes am frühen Morgen rund 850.000 Haushalte ohne Strom auskommen mussten.

Barcelona und Katalonien: Alarmstufe Rot

In der spanischen Region Katalonien samt der Metropole Barcelona wurden mindestens sieben Menschen durch umgestürzte Bäume und den Einsturz einer Mauer verletzt. Schulen wurden geschlossen, der Verkehr auf Schienen, Straßen und Flughäfen eingeschränkt. Behörden riefen angesichts von Windgeschwindigkeiten über 160 Stundenkilometern die Alarmstufe Rot aus.

Auch die beliebte Urlaubsinsel Mallorca ist betroffen: Laut Wetterdienst Aemet wurden in Berglagen Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde gemessen. Größere Schäden oder Verletzte wurden bislang nicht gemeldet.

Auch in den News:

Portugal: Böschung reißt Fahrbahn mit sich

In Portugal musste infolge des Unwetters die wichtige Autobahn A1, Verbindung zwischen der Hauptstadt Lissabon und der zweitgrößten Stadt des Landes, Porto im Norden, gesperrt werden. Eine Böschung nahe einer wichtigen Autobahnbrücke war infolge eines Deichbruchs entlang des Flusses Mondego eingestürzt und hatte die halbe Fahrbahn mit in die Tiefe gerissen. Laut dem staatlichen TV-Sender RTP werde die Sperrung mehrere Wochen anhalten. Die Brücke selbst sei nicht beschädigt worden.

Aufgrund der ungewöhnlichen Großwetterlage über dem Atlantik sind Portugal und Spanien seit Ende Januar von zahlreichen Sturmtiefs betroffen.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Mehr entdecken