Ukraine-Krieg
Ukraine trifft Moskaus Achillesferse: Raffinerieproduktion bricht um 38 Prozent ein
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von Max Strumberger:newstime
Ölkrise in Russland spitzt sich weiter zu
Videoclip • 01:15 Min • Ab 12
Die Benzinknappheit in Russland erreicht neue Höhen: Stillstehende Raffinerien und steigende Preise belasten die Bevölkerung. Die Ukraine trifft mit Angriffen auf die Ölindustrie ins Schwarze.
Das Wichtigste in Kürze
Russland kämpft mit einer massiven Benzinknappheit.
Die Ukraine setzt die russische Energieindustrie zunehmend unter Druck, was zu einem historischen Stillstand in Raffinerien führt.
Die Folgen sind spürbar: steigende Preise, Rationierungen und ein Import von Treibstoff.
Die Benzinknappheit in Russland spitzt sich weiter zu: Nachdem die Ukraine immer erfolgreicher die russische Öl- und Gasindustrie ins Visier nimmt, macht sich ein zunehmender Kraftstoffmangel bemerkbar. Der russische Medienholding RBK zufolge habe der Stillstand von Raffinerien Ende September einen historischen Höchststand erreicht und bei 38 Prozent aller Anlagen gelegen.
Das macht sich für die Russen an der Zapfsäule deutlich bemerkbar: Eine Gallone (rund 3,8 Liter) kostet aktuell rund 4,52 Dollar (umgerechnet 3,85 Euro). Anfang September hatte der Preis noch bei 2,66 Dollar gelegen. Russische Tankstellen haben inzwischen begonnen, die Menge an Benzin zu begrenzen.
Die Benzinknappheit zwingt den Kreml jetzt zu drastischen Maßnahmen. Nicht nur hat die Energiegroßmacht ihr Exportverbot für Benzin und Diesel bis Jahresende verlängert:
Russland muss sogar Ölprodukte importieren
Moskau will jetzt sogar raffinierte Erdölprodukte importieren - aus China, Weißrussland, Südkorea und Singapur. Um dies zu ermöglichen, sollen jetzt Strafzölle gelockert werden. Etwa 70 Prozent davon sollen durch ukrainische Drohnenangriffe ausgeschaltet worden sein - das bedeutet, dass die Ukraine etwa ein Viertel aller russischen Ölraffinerien zum Stillstand gebracht hat.
Zuletzt war in der Raffinerie in Jaroslawl, nordöstlich von Moskau, ein Großbrand ausgebrochen. Laut Behördenangaben handelt es sich um ein technisches Problem, nicht um einen Drohnenangriff. Von ukrainischer Seite gibt es bislang keinen Kommentar zu dem Vorfall.
Diese Entwicklung zeigt, dass die ukrainische Strategie Russland immer mehr zusetzt und Kremlchef Wladimir Putin die Durchführung und Finanzierung des Kriegs Tag für Tag schwerer macht.
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