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30. Todestag von Tupac: Von ikonischer Rap-Karriere zum mysteriösen Tod

Veröffentlicht:

von Emre Bölükbasi

:newstime

30 Jahre nach Tupacs Tod: Urteil gesprochen

Videoclip • 11:00 Min • Ab 12


Vor 30 Jahren wurde der legendäre Rapper Tupac tödlich angegriffen. Nach zahlreichen Spekulationen wurde das Geheimnis um seinen Tod teilweise gelüftet. Wie es dazu kommen konnte, siehst du hier im Video!

Das Wichtigste in Kürze

  • Der US-Rapper Tupac Shakur wurde 1996 unter mysteriösen Umständen getötet.

  • Wie es dazu kommen konnte, blieb lange Zeit unbekannt.

  • Im Video siehst du, wie der Rapper zu einer großen Musiklegende aufsteigen konnte und warum sein Tod so lange für Spekulationen sorgte.

Es war eine der größten ungelösten Tragödien der Musikgeschichte: Der tödliche Angriff auf Tupac Shakur im Jahr 1996 jährt sich am Montag (7. September) zum 30. Mal. Damals wurde der Rapper aus einem fahrenden Auto heraus angeschossen, sechs Tage später erlag der gerade einmal 25-Jährige seinen Verletzungen.

Fast drei Jahrzehnte später hat ein Gericht in Las Vegas kürzlich den 63-jährigen Duane Davis schuldig gesprochen. Zwölf Geschworene sahen es als erwiesen an, dass der frühere Anführer der Straßengang South Side Compton Crips als Drahtzieher für den Tod des Musikers verantwortlich ist.

Wieso wurde Davis aber so lange nicht zur Rechenschaft gezogen? Wie konnte der Tod Tupac Shakurs für einige der größten Verschwörungstheorien in der Musikwelt sorgen?

Die Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt es im Video oben!

Eine Ikone des Hip-Hop

Tupac Shakur war weit mehr als nur ein Rapper – er war einer der einflussreichsten und erfolgreichsten Musiker der 1990er-Jahre und gilt bis heute als eine der prägendsten Figuren des Hip-Hop. Der für Hits wie "California Love" und "Changes" bekannte Künstler verkaufte weltweit Millionen Platten.

In zahlreichen Liedern hatte er ein Leben als Gangster porträtiert und zum Aufstand gegen Rassismus und die Armut in den schwarzen Ghettos aufgerufen. Sein Einfluss auf Rapmusik und Popkultur reichte weit über seinen Tod hinaus. 2017 wurde er posthum in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen, 2023 folgte eine Sternenplakette auf Hollywoods Walk of Fame.

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Jahrzehntelanges Schweigen und Verschwörungstheorien

Der Tod von Tupac Shakur führte zu zahlreichen Verschwörungstheorien – darunter die hartnäckige Behauptung, dass er noch am Leben sei. Lange fehlten ausreichende Beweise, um den Fall vor Gericht zu bringen. Am Ende waren es ausgerechnet die eigenen Worte des Festgenommenen Davis, die die Untersuchungen weitergebracht haben.

Davis hatte in der Vergangenheit mehrfach öffentlich darüber gesprochen, dass er in dem weißen Cadillac gesessen habe, aus dem die Schüsse auf Shakur abgefeuert wurden. Er sei der einzige Insasse aus dem Auto, der noch lebe, hatte er in Interviews gesagt und auch in seiner 2019 veröffentlichten Autobiografie "Compton Street Legend" geschrieben. Die tödlichen Schüsse habe aber sein Neffe abgegeben, sagte er 2008 in einem Verhör.


Rache als Motiv

Nach Darstellung der Anklage war der Mord eine Vergeltungsaktion. Auslöser der Tat soll eine Schlägerei wenige Stunden vor den Schüssen gewesen sein. Shakur und Begleiter hatten nach einem Boxkampf von Mike Tyson in Las Vegas Davis' Neffen Orlando Anderson angegriffen. Anderson, der mit 23 bei einer Schießerei ums Leben kam, gehörte mutmaßlich wie Davis den South Side Compton Crips an. Shakur war mit dem rivalisierenden Umfeld um das Plattenlabel Death Row Records und dessen Mitgründer Suge Knight unterwegs.

Den Geschworenen wurden Videoaufnahmen von dem Prügelvorfall gezeigt. Zur Vergeltung für den Angriff auf seinen Neffen habe Davis den Mordplan ausgeheckt, sagte Bezirksstaatsanwalt Binu Palal. Der Mann habe die Tatwaffe besorgt und sie dann im weißen Cadillac den hinten sitzenden Männern gereicht, um auf Shakur und Knight im fahrenden Auto zu schießen.

Verteidigung: Ein Lügner und Angeber

Verteidiger Michael Sanft stellte seinen Mandanten hingegen als Lügner und Angeber dar, der viele Dinge erfunden habe, um daraus Kapital zu schlagen. Sanft hielt den Ermittler:innen zudem vor, bei der Untersuchung des Vorfalls viele Fehler gemacht und keine wasserdichte Argumentationskette vorgelegt zu haben. Die Mordwaffe wurde nie gefunden und es gab auch keine physischen Beweismittel dafür, dass Davis tatsächlich am Tatort war.

Davis wurde nicht beschuldigt, selbst auf Shakur geschossen zu haben. Die Staatsanwaltschaft sah in dem früheren Anführer der Straßengang vielmehr den Drahtzieher des tödlichen Angriffs. Nach dem Recht des Bundesstaats Nevada kann auch jemand wegen Mordes verurteilt werden, der einem anderen bei der Tat hilft.

Die Geschworenen benötigten nach den Abschlussplädoyers für Davis nur drei Stunden für ihr Urteil. Davis, der im schwarzen Anzug vor Gericht erschienen war, nahm den Schuldspruch zunächst regungslos zur Kenntnis, kündigte dann aber an, in Berufung zu gehen. Das Strafmaß soll am 13. Oktober verkündet werden – ihm droht lebenslange Haft.


Rivalität in der Hip-Hop-Szene

Der Mord fiel in eine Zeit erbitterter Rivalität in der damaligen Hip-Hop-Szene. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft waren rivalisierende Plattenfirmen zugleich mit verfeindeten Gangs verbunden. Die Anklage stellte diese Verbindungen im Prozess als Hintergrund des Konflikts dar. Nur wenige Monate nach Shakur wurde auch der Musiker The Notorious B.I.G. erschossen, auch sein Tod ist bis heute nicht aufgeklärt.

Im Laufe des Verfahrens sagten unter anderem Polizist:innen, Augenzeug:innen und Mitglieder der Rap- und Gangszene aus. Der Angeklagte trat selbst nicht in den Zeugenstand. Auch Rap-Mogul Knight, der in der Mordnacht neben Shakur am Steuer saß, wurde nicht vorgeladen. Er sitzt derzeit eine Haftstrafe wegen Totschlags ab.

Alles rund um den Mordfall Tupac siehst du oben im Video!

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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