Zeckensaison

Vorsicht, Zecke! Sieben Tipps für den optimalen Schutz vor Borreliose und FSME

Veröffentlicht:

von Marie-Finn Bruker

:newstime

Zeckensaison startet: Das gilt es zu beachten (24. März)

Videoclip • 01:39 Min • Ab 12


- Anzeige -
- Anzeige -

Auch in diesem Jahr sind die Zecken wieder aktiv und können gefährliche Krankheiten übertragen. Mit dem richtigen Schutz lässt sich das ganz einfach vermeiden. Alle Tipps für eine unbeschwerte Zeckensaison im Überblick.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Zeckensaison startet: Richtige Kleidung ist die halbe Miete.

  • Mit diesen Hilfsmitteln und Methoden entfernt man die Blutsauger am besten.

  • Borreliose, FSME & Co.: Deshalb ist die Zeit nach dem Stich besonders entscheidend.

Lange Tage und wärmere Temperaturen machen Lust auf Zeit im Freien. Doch in Wiesen, Wald und Gräsern tummeln sich Zecken. Die kleinen Blutsauger beißen sich in der Haut von Naturliebhaber:innen fest, schon ein kleiner Biss kann gefährlich werden. Mit den folgenden Tipps bleibt der Ausflug ins Grüne sorgenfrei und sicher.

1. Arme und Beine bedeckt halten

Zecken sitzen meist wenige Meter hoch im Gras oder Gebüsch, erklärt die Apothekerkammer Niedersachsen. Freie Beine und Knöchel sind für die Tierchen der ideale Einstieg zum Rest des Körpers. Das Portal "Klima Mensch Gesundheit" des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) rät daher: lange Ärmel und Hosenbeine, letztere am besten noch in die Socken stecken.

- Anzeige -
- Anzeige -

Auch in den News:

2. Augen auf bei der Farbwahl

Einfach entlarvt: Die dunklen Krabbeltierchen sind je nach Untergrund unterschiedlich gut erkennbar. Besonders helle Kleidung lohnt sich also zur schnellen Zecken-Identifizierung.

3. Das richtige Schutzmittel

Insektenspray schützt nicht nur vor Mückenstichen. Inhaltsstoffe wie DEET und Icaridin halten auch Zecken fern. Wichtig ist hier, den Schutz je nach Produkt alle zwei bis vier Stunden zu erneuern.

4. Beliebte Einstichstellen erkennen

Direkt nach einem Ausflug ins Grüne heißt es: gründlich absuchen! Das geht am besten, wenn man die klassischen Andockstellen der Zecken kennt. Laut der Apothekerkammer Niedersachsen bevorzugen die Blutsauger vor allem geschützte, feuchte Körperstellen mit dünner Haut. Hierzu zählen Achselhöhlen, Bauchnabel, Genitalbereich und Kniekehlen. Achtung: Bei Kindern unbedingt auch den Bereich um Kopf und Hals sorgfältig absuchen.

5. Zecke entfernen: So gehst du vor

Nicht jede Zecke ist mit Krankheitserregern infiziert. Für den Notfall ist dennoch schnelles Handeln nötig: Je länger das Tier an der Haut saugt, desto größer ist das Risiko, dass Borreliose‑Bakterien in den Körper gelangen. Zecken sind außerdem Überträger von FSME-Viren und diese gelangen direkt beim Stich in den Körper.

Eine Zeckenkarte oder -zange sind optimale Hilfsmittel, um das Tierchen zu entfernen. Alternativ hilft auch eine Pinzette, im Notfall die eigenen Fingernägel.

Die Zecke sollte senkrecht und dicht am Mundwerkzeug herausgezogen werden. Dabei darf sie auf keinen Fall gequetscht und mit Öl oder Klebstoff behandelt werden. Damit steigt nämlich die Gefahr, dass mehr infektiöse Körperflüssigkeiten in den Körper gelangen.

6. Den Stich weiter beobachten

Nach der Entfernung sollte man die verwundete Stelle desinfizieren, sich das Datum des Stichs notieren und ihn bestenfalls auch fotografieren, rät die Apothekerkammer.

In den Tagen und Wochen danach muss die Einstichstelle dringend weiter im Blick behalten werden: Ein Symptom für Borreliose ist zum Beispiel eine sich weiter ausbreitende, kreisförmige Rötung.

Im Fall einer auffälligen Hautveränderung sowie bei grippeähnlichen Symptomen, Kopfschmerzen oder Entzündungen rät das Portal "Klima Mensch Gesundheit": Unbedingt zum Arzt gehen.


7. Das sind die FSME-Risikogebiete

FSME kann eine Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten verursachen. In sogenannten Risikogebieten leben besonders viele der infizierten Zecken.

Davon sind laut BIÖG grob die folgenden Regionen betroffen:

  • Baden-Württemberg

  • Bayern

  • das südliche Hessen

  • das südöstliche Thüringen

  • Sachsen

  • das südöstliche Brandenburg

Bewohner:innen und Urlauber:innen in diesen Gebieten empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) eine FSME-Schutzimpfung. Auch jetzt zu Beginn der Zeckensaison ergibt eine Impfung laut der BIÖG Sinn: Der Schutz greift bereits 14 Tage nach der zweiten von drei Impfungen und reicht für die aktuelle Zeckensaison aus.



Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken