Gefährlicher Schädling
Texas ruft Notstand aus: Schraubenwurmfliege bedroht Mensch und Tier
Veröffentlicht:
von Nadine von ParsevalEin Rancharbeiter besprüht Rinder auf einer Exportfarm mit Insektizid, um die Schraubenwurmfliege zu bekämpfen.
Bild: Fernando Llano/AP/dpa
Ein gefährlicher Parasit breitet sich von Mittelamerika in die USA aus und alarmiert die Behörden. Texas hat vorsorglich den Notstand ausgerufen, um Menschen, Tiere und Vieh zu schützen.
Das Wichtigste in Kürze
Texas ruft wegen der Schraubenwurmfliege den Katastrophenfall aus.
Der Parasit kann bei Menschen und Tieren schwere Gewebeschäden verursachen.
Texas bereitet sich mit Notfallplänen auf eine mögliche Ausbreitung vor.
Die Neuwelt-Schraubenwurmfliege gilt als einer der gefährlichsten Parasiten für warmblütige Tiere. Obwohl es in Texas bislang keine bestätigten Fälle gibt, hat ihre Ausbreitung in Mexiko den US-Bundesstaat in Alarmbereitschaft versetzt – mit weitreichenden Folgen für die Viehzucht, die Tierwelt und die Gesundheitsbehörden.
Alarmstufe Rot in Texas
Obwohl in Texas bislang kein aktiver Befall festgestellt wurde, hat Gouverneur Greg Abbott den Notstand ausgerufen. Grund dafür ist die zunehmende Ausbreitung der Schraubenwurmfliege in Mexiko, zuletzt im Bundesstaat Tamaulipas, nur etwa 70 Kilometer von der US-Grenze entfernt.
Abbott erklärte, er werde "alle staatlichen Präventions- und Bekämpfungsressourcen" einsetzen, um das Eindringen des Parasiten in den Bundesstaat zu verhindern. In einer offiziellen Erklärung warnte er: "Auch wenn die Neuwelt-Schraubenwurmfliege bis jetzt Texas nicht erreicht hat, stellt ihre Ausbreitung aus Mexiko in Richtung der südlichen US-Grenze eine ernsthafte Bedrohung für die Viehwirtschaft und die Tierwelt in Texas dar."
Ein Parasit mit zerstörerischem Potenzial
Die Schraubenwurmfliege ist etwa so groß wie eine gewöhnliche Stubenfliege – doch ihre Larven richten verheerende Schäden an. Die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt in offene Wunden von Nutztieren und Wildtieren, seltener auch von Menschen. Innerhalb von zwölf bis 24 Stunden schlüpfen die Maden und bohren sich spiralförmig tief in lebendes Gewebe ein. Bleibt der Befall unbehandelt, kann dies zu schweren Infektionen, Organschäden und letztlich zum Tod führen.
Unter günstigen Bedingungen durchläuft der Parasit seinen gesamten Lebenszyklus in nur etwa drei Wochen. Für betroffene Regionen bedeutet dies eine rasche Ausbreitung – und enorme wirtschaftliche Verluste, insbesondere in der Viehwirtschaft.
Eine Nahaufnahme von einer ausgewachsene Neuwelt-Schraubenwurmfliege.
Bild: Denise Bonilla/U.S. Department of Agriculture/AP/dpa
Texas rüstet sich gegen den Parasiten
In Mexiko, Panama und anderen mittelamerikanischen Ländern dauert der Ausbruch seit etwa drei Jahren an. Insgesamt wurden dort etwa 150.000 Tierfälle und über 1.200 Infektionen beim Menschen gemeldet, wobei mehrere Menschen starben. Auch einzelne Reisende, die in die USA zurückkehrten, waren betroffen, beispielsweise nach Aufenthalten in El Salvador oder der Dominikanischen Republik.
Dennoch betont die US-Gesundheitsbehörde CDC: "Derzeit wurde die Neuwelt-Schraubenfliege in den Vereinigten Staaten nicht nachgewiesen, und es besteht keine unmittelbare Gefahr eines Befalls für die Bevölkerung." Trotzdem wird zur Vorsicht gemahnt!
Texas setzt nun auch auf bewährte Methoden aus der Vergangenheit: In speziellen Anlagen sollen sterile männliche Fliegen gezüchtet und freigesetzt werden, um die Fortpflanzung der Art zu unterbrechen. In der Vergangenheit wurde die Schraubenwurmfliege auf diese Weise in Nordamerika fast ausgerottet – bis der Klimawandel, Tiertransporte und Schmuggel ihr Comeback begünstigten.
Verwendete Quellen:
t-online: "Texas ruft Katastrophenfall aus – wegen Parasit"
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