British Columbia

Schüsse an Schule in Kanada – insgesamt zehn Tote nach Bluttat

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

In Kanada sind mehrere Menschen an einer Schule bei Schüssen ums Leben gekommen. (Symbolbild)

Bild: Carlos Osorio/The Toronto Star via ZUMA Wire/dpa


An einer Schule in Kanada fallen Schüsse, insgesamt zehn Menschen sind tot – auch die Verdächtige. Die Hintergründe der Tat sind unklar. Premierminister Carney zeigt sich erschüttert.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kanada unter Schock: Insgesamt zehn Menschen haben bei einem der tödlichsten Schusswaffenvorfälle des Landes ihr Leben verloren.

  • Sieben Menschen sind nach Schüssen an einer Schule ums Leben gekommen, zusätzlich wurde die Leiche der Tatverdächtigen dort gefunden.

  • Zwei weitere Leichen wurden an einem zweiten Ort gefunden, laut Polizei stehe dieser wahrscheinlich mit der Tat an der Schule in Verbindung.

Die Tragödie zählt zu den folgenschwersten Schusswaffenvorfällen in der Geschichte Kanadas: Insgesamt zehn Menschen sind in der Provinz British Columbia ums Leben gekommen, die meisten davon nach Schüssen an einer Schule in der Ortschaft Tubler Ridge.

Laut Polizei-Angaben vom Dienstag (10. Februar, Ortszeit) befindet sich ersten Erkenntnissen zufolge unter den Toten auch die tatverdächtige Frau. Ihre Leiche sei in der Bildungseinrichtung gefunden worden, wo durch Schüsse sechs Personen getötet, eine laut "CBC News" tödlich verletzt sowie mindestens 25 verletzt wurden.

Das kanadische Medium berichtet, sechs Opfer seien in der Schule bereits tot aufgefunden worden, eine weitere Person auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben. Die Tatverdächtige sei an einer "selbst zugefügten Verletzung" gestorben.

Zwei weitere Leichen wurden an einem zweiten Ort gefunden, welcher laut Polizei wahrscheinlich mit der Tat in Verbindung stehe.

Hintergrund der Tat noch unklar

Die Polizei wurde eigenen Angaben zufolge um 13:20 Ortszeit (21:20 Uhr MEZ) über Schüsse an einer Schule in der Gemeinde Tumbler Ridge informiert. Zunächst blieb der Hintergrund der Tat unklar. Ebenfalls unbekannt ist, ob es sich bei den Toten um Lehrkräfte oder Schüler:innen handelt.

Kanadischen Medienberichten zufolge ist es der tödlichste Vorfall dieser Art an einer Ausbildungsstätte des Landes seit 1989. Ein 25-Jähriger hatte damals an einer Fachhochschule in Montreal 14 Studentinnen erschossen und sich dann selbst umgebracht.

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Der kanadische Premierminister reagierte bestürzt auf den Vorfall. Er sei "zutiefst erschüttert", teilte Mark Carney auf der Plattform X mit. "Meine Gebete und mein tiefstes Beileid gelten den Familien und Freunden, die durch diese schrecklichen Gewalttaten Angehörige verloren haben."

Polizei fahndete nach Frau in Kleid

Die Polizei hatte Menschen in der Gegend mehrere Stunden lang dazu aufgerufen, ihre Türen zu verriegeln und ihre Häuser oder Geschäfte bis auf weiteres nicht zu verlassen. 

Laut dem kanadischen Sender CBC hat die Polizei die Identität des mutmaßlichen Schützen inzwischen geklärt. Am Nachmittag war dem Sender zufolge nach einer "Frau in einem Kleid" gefahndet worden. Aus Datenschutzgründen und zum Schutz der Ermittlungen würden derzeit aber keine genaueren Details bekanntgeben, hieß es.

Der Ort Tumbler Ridge liegt Luftlinie rund 700 Kilometer nordöstlich von Vancouver. Laut eigenen Angaben zählt die Gemeinde etwa 2.700 Einwohner.

In Kanada kommt es deutlich weniger häufig zu Schusswaffengewalt als im südlichen Nachbarland USA, wo es auch immer mal wieder zu Schüssen an Schulen kommt. Expert:innen zufolge hat dies mit den strengeren kanadischen Waffengesetzen zu tun.

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