Stadt-Land-Gefälle
Rottweil top, Heidelberg flop – so unterschiedlich ist die Geburtenrate in Baden-Württemberg
Veröffentlicht:
von Andrea Ege:newstime
Deutschland am absoluten Geburten-Tiefpunkt
Videoclip • 01:04 Min • Ab 12
Der Landkreis Rottweil hat 2024 die höchste Geburtenrate in Baden-Württemberg erzielt. Schlusslicht ist die Stadt Heidelberg - mit deutlichem Abstand. Die Hintergründe zu den regionalen Unterschieden im Überblick.
Das Wichtigste in Kürze
Das Stadt-Land-Gefälle bei Geburten in Baden-Württemberg ist weiterhin klar erkennbar.
Heidelberg und Freiburg liegen weit unter dem Schnitt.
Ausländische Frauen haben eine deutlich höhere Geburtenrate.
Der Landkreis Rottweil hat im vergangenen Jahr die höchste Geburtenrate in Baden-Württemberg verzeichnet. Wie das Statistische Landesamt in Fellbach mitteilte, lag dort die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau bei 1,71. Die regionalen Unterschiede sind innerhalb des Landes sind groß. Die niedrigste Geburtenrate in Baden-Württemberg hat verzeichnet die Stadt Heidelberg mit 0,97 Kindern pro Frau.
Niedrigstes Niveau
Landesweit sank die Geburtenrate in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr auf 1,35 – einer der drei niedrigsten Werte seit Beginn der Aufzeichnungen. Denselben Wert gab es demnach bereits 2009. Noch darunter lagen die Werte nur in den Jahren 1985 mit 1,32 und 2006 mit 1,34 Kindern pro Frau.
Auch in den Regio News:
Land-Stadt-Gefälle weiterhin vorhanden
Die Gründe für die regionalen Unterschiede sind laut Statistischem Landesamt vielfältig. „Auffällig ist weiterhin ein traditionelles, wenn auch nicht mehr flächendeckendes 'Land-Stadt-Gefälle'", heißt es in der Mitteilung. Ländlich geprägte Regionen verzeichnen demnach meist höhere Geburtenraten als städtische Gebiete. Auf Platz zwei hinter Rottweil liegt landesweit der Landkreis Göppingen mit einer Geburtenrate von 1,53.
Weitere Regio-News
Hochschulstädte am Ende der Skala
Besonders niedrig ist die Geburtenrate in den Hochschulstädten Baden-Württembergs. Das Statistische Landesamt erklärt dies damit, dass dort viele jüngere Frauen leben, bei denen Studium und Berufseinstieg im Vordergrund stehen und eine Familiengründung noch kein Thema sei. Freiburgs Geburtenrate liegt bei 1,05, die von Heidelberg bei 0,97.
Einfluss ausländischer Frauen
Einen weiteren Einfluss auf die regionalen Unterschiede hat laut Landesamt der Anteil ausländischer Frauen. Landesweit lag deren Geburtenrate mit 1,68 deutlich über dem Wert der deutschen Frauen mit 1,26.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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