Großeinsatz gegen Linksextremismus
Rigaer Straße 94: Berliner Polizei stürmt besetztes Haus
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von dpaPolizeikräfte sichern den Großeinsatz an der Rigaer Straße in Berlin – eine der letzten Hochburgen der linksextremen Szene.
Bild: Christoph Soeder/dpa
Mit einem Großaufgebot durchsucht die Berliner Polizei ein Haus in der Rigaer Straße, einer bekannten Szene-Adresse der linksautonomen Szene. 700 Beamt:innen sichern die Aktion, Proteste sind nicht ausgeschlossen.
Mit einem Großeinsatz durchsucht die Berliner Polizei seit dem frühen Donnerstagmorgen (28. August) ein teilweise besetztes Haus in der Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain. Ziel sei es, die aktuellen Bewohner:innen zu identifizieren, teilte die Polizei auf der Plattform X mit. Dafür lägen Durchsuchungsbeschlüsse eines Gerichts vor.
700 Einsatzkräfte, verbarrikadierte Eingänge, Rammen und Sägen
Rund 700 Polizist:innen seien seit dem Morgen in der Stadt im Einsatz, um die Maßnahmen abzusichern, so die Polizei. Um durch verbarrikadierte Eingänge und Türen zu kommen, setzte die Polizei eine Ramme und Sägen ein. Technische Spezialkräfte seien dafür im Einsatz. Zunächst seien insgesamt 12 Wohnungen durchsucht und 15 Menschen angetroffen worden. Die Bewohner:innen dürften erst einmal im Haus bleiben.
Polizeisprecher: Auch andere Gebäude in Berlin werden gesichert
Ein Polizeisprecher sagte, in der Stadt würden unter anderem auch das Landgericht und die Büros der Eigentümerfirma des Hauses gesichert. Spontane Proteste oder Gewaltausbrüche seien nicht auszuschließen. Zunächst sei aber alles ruhig geblieben.
Der Eigentümer versucht seit langem, die aktuellen Bewohner:innen mit Räumungsklagen aus dem Haus zu bekommen, weil sie nach seiner Einschätzung keine Mietverträge haben sollen. Zahlreiche Kündigungen wurden bereits vor Jahren ausgesprochen.
Auch in den News:
Zahlreiche Polizeieinsätze in früheren Jahren
Frühere Bewohner:innen mit Mietverträgen sollen dort schon lange nicht mehr wohnen. Der Hausbesitzer und die Polizei wurden im Laufe der Jahre häufig von den Bewohnern, die zum Teil in einem Verein organisiert sind, nicht in den Gebäudekomplex gelassen.
In früheren Jahren gab es zahlreiche Polizeieinsätze am und im Haus. In der Straße wurden auch immer wieder Polizist:innen nachts mit Flaschen- oder Steinwürfen angegriffen. Zuletzt hatte sich die Lage aber eher beruhigt.
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