Angriffe an Silvester
Polizeigewerkschaft Berlin: "Wir brauchen ein Pyrotechnikverbot"
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von dpa:newstime
Gewalt gegen Einsatzkräfte: Debatte um Strafen
Videoclip • 31 Sek • Ab 12
In Berlin erleben Einsatzkräfte an Silvester Angriffe mit Böllern und Raketen. Die Polizei fordert jetzt mehr Druck beim Böllerverbot - und härtere Strafen für Täter:innen.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin fordert angesichts erneuter Feuerwerksexzesse zu Silvester ein Böllerverbot. "Wir brauchen ein Pyrotechnikverbot für den Privatgebrauch", sagte Benjamin Jendro, Sprecher der GdP, im Rbb-Inforadio. Es müsse sich was an den Rahmenbedingungen verändern. Sonst würde man in einem Jahr erneut über schlimme Ausschreitungen sprechen.
Jendro bestätigte, dass es in der vergangenen Silvesternacht ruhiger als noch im Vorjahr war. Dennoch sei man immer noch weit entfernt von einem aus polizeilicher Sicht hinnehmbaren Zustand. "Wir können nicht von einer normalen oder friedlichen Silvesternacht sprechen", sagte er. Es habe zahlreiche Angriffe mit Böllern, Batterien und Raketen auf Einsatzkräfte gegeben. "Das darf niemals Normalität werden."
Polizeisprecher: "Brabbelkreis" statt angemessener Strafe
Man erlebe als Polizist:in im Silvestereinsatz eine Szenerie, wo man von überall beschossen werde, führte Jendro aus. "Das macht natürlich auch was mit Menschen." Es fehle an einer wirklichen Handhabe, um Täter:innen hart zu bestrafen und so andere potenzielle Täter abzuschrecken. "Wir sind nicht vollzugsfähig", betonte er. Die Realität sehe so aus, dass viele Täter:innen nie eine Anklagebank sehen würden. Wenn dann mal einer verurteilt wird, gebe es "drei Stunden Brabbelkreis und Delfin-Therapie".
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