Gewerkschaft schlägt Alarm
Gewalt an Silvester: Polizei warnt vor hoher Gefahr für Beamte
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von dpa:newstime
Warnung: Zu wenig Polizei an Silvester
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Laut der Gewerkschaft der Polizei steigt das Risiko für Gewalt gegen Einsatzkräfte zum Jahreswechsel. Erfahrungen aus den Vorjahren zeigen, dass gezielte Angriffe und Böller-Attacken auf Polizist:innen und Rettungskräfte keine Seltenheit sind.
Das Wichtigste in Kürze
Die Gewerkschaft der Polizei warnt vor einer gefährlichen Silvesternacht.
Angriffe auf Polizist:innen und Rettungskräfte könnten zunehmen.
Täter könnten sich durch die Anonymität und vermeintliche Straflosigkeit ermutigt fühlen.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) befürchtet neue Gewalt gegen Einsatzkräfte zum Jahreswechsel. "Die Anonymität und der Eindruck, man würde an Silvester nicht für Straftaten zur Rechenschaft gezogen werden, verleitet Menschen zu Straftaten", sagte der GdP-Bundesvorsitzende Jochen Kopelke der Deutschen Presse-Agentur. Für Polizist:innen sei es "sehr gefährlich und teilweise unvorhersehbar". Das Gewaltpotenzial schätzte Kopelke als "sehr groß" ein und "erfahrungsgemäß auch extrem, wenn es um gezielte Angriffe oder Hinterhalte gegen Polizisten geht".
3.300 Polizisten mehr in Berlin als üblich
In den Vorjahren kam es in der Silvesternacht in mehreren Städten immer wieder zu Böller-Angriffen auf Polizisten oder Rettungskräfte. Allein in Berlin sollen 4.300 Polizist:innen für Sicherheit sorgen, das sind 3.300 mehr als in normalen Nächten. Die Feuerwehr in der Hauptstadt bietet 1.600 Einsatzkräfte auf, dreimal so viel wie sonst. Das Polizeiaufgebot in Nordrhein-Westfalen ist aufgestockt worden auf landesweit 7.600 Polizistinnen und Polizisten.
Ministerpräsident Lies fordert mehr Respekt für Einsatzkräfte
Mit Blick auf Silvester ruft Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) zu mehr Respekt gegenüber Einsatzkräften auf. Menschen im Rettungswesen, bei Feuerwehr und Polizei sowie in Bussen, Bahnen oder Taxis seien auch an den Feiertagen für andere im Einsatz, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.
Wer diese Menschen verbal oder körperlich angreife, handle "absolut respektlos und völlig inakzeptabel", betonte er. "Ich wünsche mir mehr Respekt in der Gesellschaft." Beobachter solcher Situationen sollten nicht wegschauen, sondern einschreiten und klar widersprechen, appellierte er. "Wo das nicht geht, sollte man die Polizei rufen."
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