Rettungsaktion

Ostsee-Pegel steigt: Kann sich der gestrandete Wal selbst befreien?

Veröffentlicht:

von dpa

:newstime

Gelingt Rettung des Buckelwals?

Videoclip • 01:51 Min • Ab 12


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Die private Rettungsaktion für den Transport des Buckelwals zurück ins offene Meer nimmt eine unerwartete Wendung. Der Wind wird stärker, der Wasserstand steigt und damit die Hoffnung, dass sich der Wal freischwimmt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die private Rettungsaktion für den in der Ostsee gestrandeten Wal hat auch am vierten Tag keinen Erfolg gebracht.

  • Das Anbringen der Pontons scheiterte am 19. April, da sich der Pegel der Ostsee erhöhte.

  • Der Wasserstand soll in der Nacht zum Montag um bis zu 70 Zentimeter steigen.

Der in der Ostsee gestrandete Buckelwal wird am Sonntag (19. April) nicht mehr aus der Bucht der Insel Poel gebracht, in der das Tier seit 20 Tagen im flachen Wasser festliegt. Der Wasserstand sei gestiegen, was ein Anbringen der Pontons und ein Begleiten des Wals wie geplant unmöglich mache, sagte Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz, der die Aktion zusammen mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert finanziert, der Deutschen Presse-Agentur.

Einen Versuch zur Rettung des in Mecklenburg-Vorpommern gestrandeten Wals wird es am Sonntag nicht mehr geben. "Wir können ja nicht", sagte Gunz. Dem Team seien die Hände gebunden.


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Boote könnten Wal bis in den Atlantik lotsen

Für den Fall, dass der Wal sich selbst freischwimmt, verwies Constanze von der Meden von der Rettungsinitiative auf einen Plan B. "Das heißt, die DLRG-Boote sind auf Stand-by, dass für den Fall, dass er losschwimmt, wir ihn dann guiden können. Und es ist sichergestellt, dass wir ihn dann auch bis in die Nordsee und dann über die Nordsee in den Atlantik leiten können."

Der Wasserstand soll in der Nacht um bis zu 70 Zentimeter steigen. Der Wal hatte sich in der Vergangenheit schon mal aus eigenen Kraft freischwimmen können, sich dann aber wieder festgesetzt.


Privater Finanzier enttäuscht vom bisherigen Verlauf der Aktion

Gunz sieht den derzeit laufenden Rettungsversuch vor Poel wieder bei Stunde null. "Gestern hätten wir die richtige Wasserhöhe noch gehabt", sagte er. "Heute haben wir plötzlich 70 Zentimeter mehr." Das sei eine ganz andere Situation. Der Wal registriere vollumfänglich, dass er völlig frei sei.

Daher sei die Frage, "ob sich dieser Wal noch geleiten lässt". Das lang erdachte Konzept sei so nicht durchzusetzen. "Jetzt sind wir quasi irgendwo Stunde null." Gunz beklagte zugleich Verzögerungen durch Bürokratie, "die uns eineinhalb bis zwei Tage zurückgeworfen haben". "Jetzt brauchen wir ein Wunder", sagte Gunz.

Der Buckelwal war seit Anfang März mehrfach an der Ostseeküste aufgetaucht und vor dem Timmendorfer Strand und zuletzt vor Poel gestrandet.

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