München im Ausnahmezustand
"O'zapft is": 191. Münchner Oktoberfest ist eröffnet
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
Oktoberfest startet in München
Videoclip • 28 Sek • Ab 12
Anstich-Premiere: Zum ersten Mal hat Neu-Oberbürgermeister Dominik Krause das Oktoberfest eröffnet. In München herrscht nun zwei Wochen der Ausnahmezustand.
Das Wichtigste in Kürze:
Das 191. Münchner Oktoberfest ist von Neu-Oberbürgermeister Dominik Krause eröffnet worden.
Zum Anstich waren auch bereits einige Prominente im Zelt.
Auf der Wiesn gibt es in diesem Jahr einige Neuerungen.
Zahntausende hatten bereits seit dem Morgen noch ohne Bier in den Zelten ausgeharrt und auf diesen Moment gewartet: Mit zwei Schlägen hat Neu-Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) das erste Fass Bier angezapft und mit dem "O'zapft is" das weltberühmte Volksfest gestartet. Das 191. Münchner Oktoberfest ist damit eröffnet.
Die erste Maß Bier reichte er der Tradition folgend dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). Während Böllerschüsse den Start des Festes verkündeten, stießen beide auf eine friedliche Wiesn an.
Unter den Gästen im Schottenhamelzelt waren zahlreiche Prominente wie FC-Bayern-Star Joshua Kimmich, Moderator Florian Silbereisen, DJ Ötzi, das Schlager-Duo Marianne und Michael, Ex-Grünen-Chefin Ricarda Lang, Franz Herzog von Bayern und der Chefdirigent der Münchner Philharmoniker, Lahav Shani.
Gedenken an die Opfer des Wiesn-Attentats
Krause brachte für seine erste Wiesn als OB auch eine Neuerung mit. Beim Einzug der Wiesnwirte und Brauereien auf das Festgelände hielt seine Kutsche am Haupteingang zu einem kurzen Gedenken an die Opfer des Wiesn-Attentats 1980. Am Abend des 26. September 1980 hatte dort eine Bombe zwölf Wiesn-Besucher in den Tod gerissen und rund 200 verletzt. Auch der rechtsextreme Täter Gundolf Köhler starb.
Ministerpräsident Söder nutzte die Minuten vor dem Anstich, um für München als deutsche Bewerber-Stadt für Olympische Spiele zu werben. Er wünsche sich, dass man die Wiesn im kommenden Jahr feiere mit München als "definitive Olympiastadt". Krauses Anstich-Premiere fand er "sehr professionell" und ergänzte: "Das hat er sehr, sehr gut gemacht."
Auch in den News:
Mehr Sicherheit nach Überfüllung
Nachdem es im vergangenen Jahr auf der überfüllten Wiesn zu gefährlichen Situationen gekommen war, wurde das Sicherheitskonzept nachgeschärft. Von einer neuen Koordinierungsstelle für Sicherheitskräfte und Stadt auf dem Gelände sollen die Besucherströme auf dem Festgelände beobachtet und bei Bedarf gesteuert werden.
Mehr als 50 KI-gestützte Kameras sollen rechtzeitig gefährliche Ansammlungen von Menschen erkennen lassen. Zudem ist an den besucherstarken Tagen ein sogenannter Crowdspotter im Einsatz, der die Besucherströme im Blick behält - und bei Bedarf Durchsagen an die Gäste macht.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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