Strafvollzug

NRW: 35-Jähriger sägt Gitterstab durch und flieht- erster Gefängnisausbruch seit über fünf Jahren

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von Fabia Söllner

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Videoclip • 01:21 Min • Ab 12


Spektakuläre Flucht aus der JVA Duisburg-Hamborn: Ein 35-Jähriger sägt einen Gitterstab durch und entkommt – der erste klassische Gefängnisausbruch in NRW seit mehr als fünf Jahren.

Das Wichtigste in Kürze

  • In Nordrhein-Westfalen ist erstmals seit mehr als fünf Jahren wieder ein Häftling aus dem Vollzug ausgebrochen.

  • Der 35-Jährige sägte in der JVA Duisburg-Hamborn einen Gitterstab durch und kletterte aus dem Fenster.

  • Entweichungen bei Freigängen kommen deutlich häufiger vor als klassische Gefängnisausbrüche.

In Nordrhein-Westfalen ist erstmals seit mehr als fünf Jahren wieder einem Häftling ein klassischer Ausbruch aus dem geschlossenen Vollzug gelungen. Zuletzt war dies laut NRW-Justizministerium am 2. Juni 2021 in Bielefeld-Brackwede passiert.

Der 35-jährige Gefangene sägte am Sonntagmorgen in der JVA Duisburg-Hamborn einen Gitterstab durch, drückte ein Fenster auf und kletterte an der Fassade in die Freiheit. Der Serbe saß seit Februar wegen Diebstahlsvorwürfen in Untersuchungshaft und wurde Ende Mai wegen zweier Wohnungseinbrüche zu sechs Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Seltener Ausbruch in NRW

Gefängnisausbrüche sind inzwischen selten. Anfang der 1990er-Jahre wurden in NRW noch mehr als 40 Fälle pro Jahr registriert. Verbesserte Sicherheitstechnik und Haftbedingungen ließen die Zahlen später deutlich sinken.

Häufiger sind sogenannte Entweichungen, bei denen Gefangene etwa bei Arztbesuchen oder Freigängen eine Gelegenheit zur Flucht nutzen.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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