Vorsicht vor Paketbetrug
Gefälschte Hermes-Mail fordert 1,99 Euro Zollgebühr
Veröffentlicht:
von Claudia Scheele:newstime
Hermes erhöht erneut Preise für Pakete
Videoclip • 01:15 Min • Ab 12
Eine angebliche Hermes-Nachricht warnt vor einer zurückgehaltenen Sendung und fordert 1,99 Euro. Dahinter steckt ein Betrugsversuch, der Zahlungsdaten abgreifen soll.
Das Wichtigste in Kürze
Eine gefälschte Hermes-Mail fordert 1,99 Euro angebliche Zollgebühr und will Empfänger:innen auf eine betrügerische Zahlungsseite locken.
Auffällig sind die Absenderadresse @abelia.ocn.ne.jp, der Link zu myvnc.com und die unpersönliche Anrede.
Prüfe Hermes-Sendungen nur über die offizielle Website oder App und kontaktiere bei eingegebenen Zahlungsdaten sofort deine Bank.
Wer eine Mail mit dem Betreff "Sendungsupdate" von Hermes erhält, sollte derzeit besonders genau hinschauen. In der Nachricht heißt es, ein Paket werde im Zollzentrum zurückgehalten. Für die Zustellung seien angeblich 1,99 Euro Zollgebühr fällig. Über einen Button mit der Aufschrift "Jetzt bezahlen" sollen Empfänger:innen den Betrag begleichen.
Das Ziel der Nachricht ist jedoch nicht die Freigabe eines Pakets, sondern der Diebstahl von Zahlungsdaten. Wer auf den Link klickt, wird auf eine gefälschte Internetseite weitergeleitet. Dort könnten Kreditkarten- oder Kontodaten abgefragt werden. Betroffene sollten deshalb weder den Link öffnen noch Geld überweisen.
Mehrere Hinweise entlarven die Nachricht als Fake
Schon der Absender ist auffällig: Zwar wird "myHermes" angezeigt, die tatsächliche E-Mail-Adresse endet jedoch auf @abelia.ocn.ne.jp. Das ist keine offizielle Hermes-Domain. Auch die unpersönliche Anrede "Sehr geehrter Kunde" und die sehr geringe Forderung von 1,99 Euro sind typische Warnzeichen bei Phishing-Mails. Kleine Beträge sollen dazu verleiten, Zahlungsdaten ohne großes Nachdenken einzugeben.
Der Link führt zudem auf die Adresse mypaketlogin.myvnc.com – auch diese gehört nicht zu Hermes. Die angebliche Sendungsnummer DE28982176CJ sollte deshalb keinesfalls über den Button in der Mail geprüft werden. Druck erzeugt die Nachricht mit dem Hinweis, die Sendung werde erst nach Zahlung innerhalb von 24 bis 48 Stunden freigegeben.
Auch in den News:
So schützt du dich vor Paketbetrug
Sendungen sollten immer ausschließlich über die offizielle Hermes-Website oder die Hermes-App geprüft werden. Gib die Sendungsnummer dafür selbst in die Sendungsverfolgung ein, statt Links aus E-Mails oder SMS zu nutzen. Taucht die Lieferung dort nicht auf, ist die Nachricht sehr wahrscheinlich betrügerisch.
Wer bereits auf "Jetzt bezahlen" geklickt und Zahlungsdaten eingegeben hat, sollte sofort die eigene Bank oder das Kreditkartenunternehmen kontaktieren. Karten können gesperrt und unberechtigte Zahlungen möglicherweise gestoppt werden. Verdächtige Nachrichten sollten außerdem an Hermes oder eine passende Phishing-Meldestelle weitergeleitet und anschließend gelöscht werden.
Verwendete Quellen:
Mimi Kama: ""Sendungsupdate" von Hermes: Gefälschte Mail zu angeblichen Zollgebühren"
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