Zoff um royale Millionen

Norwegen: Millionen-Apanage für Haakon und Mette-Marit sorgt für Streit

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von Benedikt Rammer

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Nach turbulenten Monaten: Mette Marit und Haakon feiern Silberhochzeit

Videoclip • 01:22 Min • Ab 12


Der erste Staatshaushalt unter König Haakon VIII. und Königin Mette-Marit sorgt in Norwegen für Diskussionen. Besonders umstritten ist eine Apanage von 30,9 Millionen Kronen – während Königinmutter Sonja keinen eigenen Posten erhält.

Das Wichtigste in Kürze

  • Haakon VIII. und Mette-Marit sollen 2027 gemeinsam 30,9 Millionen norwegische Kronen erhalten.

  • Königinmutter Sonja und Kronprinzessin Ingrid Alexandra haben im Entwurf keinen eigenen Budgetposten.

  • Der Palast bezeichnet die Regelung als Übergangslösung und plant offenbar eine dauerhafte Neuordnung ab 2028.

Nur wenige Wochen nach dem Thronwechsel sorgt der norwegische Staatshaushalt für Diskussionen. Die Regierung in Oslo plant für König Haakon VIII. und Königin Mette-Marit eine Apanage von 30,9 Millionen norwegischen Kronen. Das entspricht umgerechnet rund 2,67 Millionen Euro.

Besonders umstritten ist, dass Königinmutter Sonja im Haushaltsentwurf keinen eigenen Posten erhält. Auch Kronprinzessin Ingrid Alexandra wird nicht mit einer separaten Zuweisung aufgeführt. Nach Angaben der spanischen Zeitschrift "¡Hola!" soll die gemeinsame Summe zunächst sämtliche Verpflichtungen der Königsfamilie abdecken.

Gemeinsamer Topf statt deutlicher Anstieg

Der höhere Betrag bedeutet nicht automatisch, dass die königliche Familie deutlich mehr Geld erhält. Bislang wurden die Apanagen für das Monarchenpaar und das Kronprinzenpaar getrennt ausgewiesen. Zusammen kamen sie auf 29,7 Millionen Kronen.

Für 2027 werden die Gelder nun in einem gemeinsamen Topf gebündelt. Hinzu kommt ein Inflationsausgleich von rund vier Prozent. Königshausexperte Ole-Jørgen Schulsrud-Hansen erklärte dem norwegischen Sender "TV 2": "Dass Gelder aus der Apanage des Königs an seine Mutter fließen – und bei Bedarf auch an die Tochter –, ist ein völlig natürlicher Vorgang."

Online-Umfrage zeigt gespaltene Bevölkerung

Wie emotional die Debatte geführt wird, zeigt eine nicht repräsentative Online-Umfrage des norwegischen Nachrichtenportals "Nettavisen". Von 2.503 Befragten hielten rund 39 Prozent die Apanage für zu hoch. Knapp 38 Prozent bewerteten die Summe dagegen als angemessen.

Zusätzlich soll das Gesamtbudget für den Königlichen Hof auf 288 Millionen Kronen steigen. Das entspricht etwa 24,9 Millionen Euro. Auch private Einnahmen aus Immobilien auf Gut Skaugum standen zuletzt in der öffentlichen Kritik.

Auch in den News:

Palast spricht von Übergangslösung

Der Palast wirbt um Verständnis für die neue Regelung. Kommunikationschefin Guri Varpe bezeichnete 2027 laut der norwegischen Ausgabe von "Newsner" als Übergangsjahr.

"Wir arbeiten derzeit daran, die angemessene Dimensionierung und Verteilung der Mittel festzulegen", erklärte Varpe. Eine eigenständige und dauerhafte Regelung für Königin Sonja und Kronprinzessin Ingrid Alexandra werde voraussichtlich mit dem Staatshaushalt für 2028 vorgelegt.

Damit könnte die aktuelle Regelung tatsächlich nur vorübergehend sein. Bis dahin dürfte die Frage nach der Finanzierung des norwegischen Königshauses jedoch weiter für politische und gesellschaftliche Diskussionen sorgen.


Verwendete Quellen:

¡Hola!: "El primer escándalo económico del reinado de Haakon VIII y Mette-Marit: más de un millón de euros para los Reyes mientras Marius Borg sigue bajo custodia"

Nachrichtenagentur dpa

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