Große Krise

"Wäre das Ende der CDU als Volkspartei": Politologe warnt vor diesem AfD-Kurs

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von Emre Bölükbasi

:newstime

Söder: Wer AfD wählt, soll CDU verlassen

Videoclip • 01:05 Min • Ab 12


Die Union steckt in einer tiefen Krise. Die Gretchenfrage der CDU: Wie hält sie es mit der AfD? Die Antwort auf diese Frage ist einem Experten zufolge entscheidend für die Zukunft der Partei.

Streit, Chaos, keine gemeinsame Linie: Der Politikwissenschaftler Albrecht von Lucke zeichnet ein düsteres Bild der Union. Die Lage sei "hoch angespannt", sagt er und spricht im :newstime-Interview von einer "völlig desaströsen, derangierten CDU".

Die Last liege nun bei Friedrich Merz. Der Streit sei zwar "nicht sein eigentlicher Beritt". Doch als Parteivorsitzender und Bundeskanzler werde er für den Gesamtzustand von CDU und CSU verantwortlich gemacht. Dieser sei "in Teilen der Partei fatal".


Wie mit der AfD umgehen?

Als Prüfstein sieht von Lucke den Umgang mit der AfD. "Wie hältst du es mit der AfD?" sei die "eigentliche Gretchenfrage der CDU". Die Partei müsse zeigen, ob sie an ihrer Abgrenzung festhalte. Positionen wie ein Ende der NATO-Unterstützung oder die Haltung "Vergesst die Ukraine" hätten laut dem Politologen mit christdemokratischen Werten nichts zu tun.

Eine Zusammenarbeit komme deshalb "eigentlich gar nicht in Betracht". Dennoch könnten sich erhebliche Teile der CDU ein solches Bündnis vorstellen, um aus der "babylonischen Gefangenschaft mit der SPD" auszubrechen.

Von Lucke warnt eindringlich: Eine Kooperation, zumal auf Bundesebene, "würde die CDU völlig zerreißen". Sein Fazit: "Das wäre das Ende der CDU als Volkspartei."

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Verwendete Quellen:

Kölner Stadt-Anzeiger: "Wir ziehen unsere Anträge nicht mehr aus Angst vor der AfD zurück"

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