Politiker-Derblecken
Nockherberg 2026: Neue Gesichter spotten nach altem Prinzip
Aktualisiert:
von Christopher SchmittDavid Zimmerschied wird erneut Bundeskanzler Friedrich Merz verkörpern.
Bild: IMAGO/Sven Simon
Für die Polit-Prominenz aus Bayern, München und darüber hinaus ist der Nockherberg 2026 ein Pflichttermin. Was ist neu und was bleibt auch dieses Jahr beim Alten?
Das Wichtigste in Kürze
Auf dem Münchner Nockherberg findet am Mittwochabend (4. März) wieder das traditionelle Politiker-Derblecken statt.
Es gibt neue Personalien bei der Besetzung, am Ablauf des Abends soll sich jedoch nichts ändern.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hofft, die Veranstaltung bleibe "bayerisch und nicht zu sehr preußisch".
Wenn sich am Mittwochabend (4. März) auf dem Münchner Nockherberg wieder Politik, Spott und Starkbier mischen, ist vieles vertraut – und doch nicht alles wie immer. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, bringt der diesjährige Starkbieranstich mehrere personelle Neuerungen mit sich, die Grundregeln des Polit-Derbleckens bleiben jedoch dieselben.
Zinner folgt auf Schafroth
Im Zentrum des Abends steht ein Debüt: Der Schauspieler und Kabarettist Stephan Zinner wird erstmals als Fastenprediger auftreten und der versammelten Politprominenz die Leviten lesen. Ganz neu ist ihm der Nockherberg allerdings nicht. Zinner hatte jahrelang im Singspiel mitgewirkt und dort bis 2019 Ministerpräsident Markus Söder (CSU) parodiert.
Als Fastenprediger folgt er auf Maxi Schafroth, der nach einer kontrovers aufgenommenen Rede im vergangenen Jahr seinen Posten räumen musste. Teile des Publikums hatten dessen Auftritt deutlich kritisiert.
Singspiel zwischen Kontinuität und Rollenwechsel
Das traditionelle Singspiel setzt auf eine Mischung aus Bekanntem und Neuem. David Zimmerschied wird erneut Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verkörpern, während Thomas Unger bereits zum vierten Mal in die Rolle von Markus Söder schlüpft.
Wieder dabei sind außerdem Gerhard Wittmann als Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), Judith Toth als bayerische Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU), Stefan Murr als Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sowie Sina Reiß als Grünen-Landesfraktionschefin Katharina Schulze.
Veränderungen gibt es ebenfalls: Wowo Habdank, zuvor als Anton Hofreiter (Grüne) auf der Bühne, spielt nun Innenminister Alexander Dobrindt (CSU). Nikola Norgauer, zuletzt noch als Olaf Scholz zu sehen, übernimmt die Rolle der SPD-Vorsitzenden und Arbeitsministerin Bärbel Bas – bereits ihre sechste Figur auf dem Nockherberg.
Auch in den News:
Die alte Regel und Söders Seitenhieb
An den ungeschriebenen Gesetzen des Abends ändert sich dagegen nichts. Unten im Saal werden Söder, sein Kabinett, Oppositionspolitiker:innen und Bundesgäste Platz nehmen – in der Hoffnung, nicht übersehen zu werden. Denn als größte Nockherberg-Strafe gilt es, gar nicht erwähnt zu werden.
Ob Markus Söder fürchtet, dass Friedrich Merz diesmal zu viel Raum bekommen könnte? Gegenüber Antenne Bayern erklärte der CSU-Chef, ihm sei das "wirklich, wirklich wurscht". Zugleich betonte er jedoch, der Nockherberg sei kein nationales, sondern ein bayerisches Singspiel. Im ersten Moment sei es zwar mal witzig, fünf, sechs, sieben Bundespolitiker zu sehen, doch er hoffe, "dass es bayerisch bleibt und nicht zu sehr preußisch wird, weil dann wird es langweilig".
Der Starkbieranstich bleibt damit das, was er immer war: ein politisches Ritual mit klaren Regeln – und doch jedes Jahr ein neues Spiel mit Spott, Macht und Publikumserwartungen.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen
Nachrichtenagentur dpa
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