Behördenangaben

Schwere Sturzflut: Hunderte Touristen in Nepal vermisst, 72 Menschen sterben

Aktualisiert:

von Anne Funk

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Hunderte Touristen nach Sturzflut in Nepal vermisst

Videoclip • 01:17 Min • Ab 12


Durch das Hochland im Himalaya hat sich eine schwere Sturzflut ergossen, mehrere Menschen sind in den Schlammmassen ums Leben gekommen. Hunderte Personen werden noch vermisst.

An der Grenze zwischen China und Nepal ist es zu einer heftigen Sturzflut gekommen. Nach Behördenangaben werden in der Gebirgsregion Hunderte Reisende vermisst.

Die Zahl der Toten infolge der Flutwelle hat sich laut Behördenangaben unterdessen auf 72 erhöht. Es werde noch eine Zeit lang dauern, bis genauere Daten zu Vermissten und zum Ausmaß der Schäden vorlägen.

Insgesamt werden 384 Tourist:innen, darunter mehr als 290 Ausländer:innen etwa aus Deutschland, den USA und Spanien, vermisst. Das sagte der leitende Beamte Santosh Panta von der nationalen Tourismusorganisation Nepal Tourism Board der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Kathmandu.

Die Organisation berief sich dabei auf vorläufige Zahlen von Reise- und Trekkingagenturen, die Touren durch die betroffene Region organisieren. Der Großteil der Vermissten stammt demnach aus dem Nachbarland Indien.

Auf Anfrage der dpa erklärte das Auswärtige Amt, man stehe in engem Kontakt mit den Behörden vor Ort. "Zum jetzigen Zeitpunkt hat das Auswärtige Amt keine Kenntnis von deutschen Staatsangehörigen unter den Betroffenen", hieß es aus Berlin.

Nepalesische Zeitungen berichteten, dass die Schlamm- und Wassermassen große Zerstörungen sowohl in Ortschaften als auch an der Infrastruktur entlang des Flusses Bhotekoshi anrichteten, der im Hochland von Tibet entspringt und die nepalesische Provinz Bagmati durchfließt. Häuser und Brücken seien weggespült oder beschädigt worden.

Noch ist unklar, wodurch die Sturzflut ausgelöst worden war. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass ein sogenannter Gletscherseeausbruch dazu geführt haben könnte. Dabei entleert sich plötzlich ein Gletschersee in Form von Flutwellen.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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