Landgericht Rostock

Mordfall Fabian aus Güstrow: Zeuge spricht von Geldsorgen der Angeklagten

Veröffentlicht:

von Christopher Schmitt

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Mordfall Fabian: Gina H. sagt aus (24. August)

Videoclip • 03:26 Min • Ab 12


Die Angeklagte im Mordfall Fabian soll einem Zeugen zufolge Geldprobleme gehabt haben. Wurde der Kindesvater ihr gegenüber handgreiflich?

Einer Aussage im Mordprozess zum Fall Fabian zufolge hatte die Angeklagte mit Geldsorgen zu kämpfen. Dies erklärte ein Zeuge aus dem familiären Umfeld der Familie vor dem Landgericht Rostock. Aus finanziellen Gründen habe die 30-Jährige Anfang vergangenen Jahres umschulen wollen.

Demnach habe sie den Zeugen um eine Bürgschaft für einen Kredit in fünfstelliger Höhe gebeten – er habe eingewilligt. Die Großeltern der Angeklagten, bei denen sie zuletzt gewohnt habe, zahlten die entsprechenden Raten aktuell für sie.


Angeklagte soll Fabian erstochen haben

Der Frau wird in der Anklage vorgeworfen, Fabian am 10. Oktober 2025 an einem Teich bei Klein Upahl, rund 15 Kilometer von Güstrow entfernt, erstochen zu haben. Sie soll den Leichnam des Jungen anschließend angezündet haben. Es wird ein Zusammenhang zwischen dem Motiv und dem Verhältnis der Angeklagten zu Fabians Vater vermutet.

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Vater und Angeklagte: "hauptsächlich harmonisch"?

Als "hauptsächlich harmonisch" schätzte der Zeuge vor Gericht diese Beziehung ein. Beide würden sich seit Jahren kennen und seien auch in Kontakt. Vor zwei Jahren allerdings soll Fabians Vater gegen die Angeklagte handgreiflich geworden sein. Diese Situation sei an ihn herangetragen worden.

Schon in jungen Jahren habe die Angeklagte Verlustängste gehabt. Menschen, die sie ins Herz geschlossen habe, gehen zu lassen, falle ihr schwer.

Bereits seit Ende April läuft der Mammutprozess. Erst am Donnerstag (27. August) wurden sechs zusätzliche Verhandlungstermine bis zum 8. Oktober angesetzt. Anfang der Woche hatte die Angeklagte erstmals ausgesagt.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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