300 Menschen gerettet
Mindestens 18 Menschen sterben bei Fährunglück auf den Philippinen
Veröffentlicht:
von Jana WejkumDie Einsatzkräfte suchen weiter nach Überlebenden.
Bild: Uncredited/Philippine Coast Guard/dpa
Kurz nach Mitternacht sinkt das Schiff aus bisher ungeklärten Gründen. Von mehr als 350 Passagier:innen werden noch zwei Dutzend vermisst.
Nach einem Fährenunglück auf den Philippinen Montagnacht (26. Januar, Ortszeit) haben Retter:innen mehr als 300 Menschen gerettet. Fünfzehn Tote wurden aus dem Wasser gezogen; weitere 24 Menschen werden vermisst.
Das Schiff M/V Trisha Kerstin 3 sank nach Mitternacht etwa zwei Kilometer von der Küste entfernt. Es war mit 359 Menschen an Bord auf dem Weg von der Stadt Zamboanga auf der Insel Mindanao zur Insel Jolo.
Unglücksursache ungeklärt
Gegenüber der Nachrichtenagentur AP schilderte einer der geretteten Passagiere, dass die Fähre sich abrupt zur Seite geneigt habe, woraufhin Menschen ins Wasser gefallen seien.
Nach Angaben der Küstenwache sank das Schiff bei gutem Wetter. Es sei ein Mitglied der Küstenwache an Bord gewesen, der zuerst den Notruf abgesetzt habe. Das Schiff sei vor dem Ablegen von der Küstenwache freigegeben worden. Es gebe keine Anzeichen auf Überbelegung. Die Unglücksursache wird derzeit untersucht.
Nach den Vermissten wird noch gesucht. Küstenwache und Marine waren zusammen mit einem Flugzeug und einem Helikopter und Fischerbooten im Einsatz.
Auch in den News:
Ausländische Passagier:innen unwahrscheinlich
Der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge gibt es zu möglichen ausländischen Passagier:innen keine Berichte. Der Zielort, die Insel Jolo, gilt aufgrund der Anwesenheit islamistischer Terrorgruppen als sehr gefährlich und ist kein touristisches Ziel.
Reisen mit der Fähre gehören zum Leben auf den Philippinen dazu. Das Archipel besteht aus mehr als 7.000 Inseln. Unzureichende Sicherheitsstandards und Überbelegung sind Gründe für häufige Unfälle. So starben 2023 bei einem Feuer auf einer Passagierfähre im Süden des Landes fast 30 Menschen.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Nachrichtenagentur AP
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