Gewalt in Minnesota
ICE-Schüsse erschüttern Obamas – jetzt rufen sie zum Protest auf
Aktualisiert:
von Emre Bölükbasi:newstime
Minneapolis: Trauer um neues ICE-Opfer
Videoclip • 02:12 Min • Ab 12
Nach dem tragischen Tod eines Mannes in Minneapolis wenden sich Barack und Michelle Obama an die US-Bürger:innen. Sie haben eine ganz klare Botschaft – und eine Aufforderung.
Das Wichtigste in Kürze
Ex-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle rufen nach den tödlichen ICE-Schüssen in Minneapolis zu friedlichen Protesten auf.
Sie sehen die Vorfälle als Weckruf für alle Amerikaner:innen, sich gegen Ungerechtigkeit zu erheben und die Regierung zur Rechenschaft zu ziehen.
Die Obamas kritisieren die Trump-Regierung scharf und fordern ein Ende der eskalierenden Bundesaktionen in der Stadt.
Der Protest gegen US-Präsident Donald Trump und seine Abschiebepolitik erhält prominente Unterstützung: Nach den tödlichen Schüssen auf einen US-Bürger in Minneapolis haben sich Barack und Michelle Obama mit einem klaren Appell zu Wort gemeldet.
Das Ehepaar Obama ruft nach dem Tod des US-Bürgers Alex Pretti am Samstag (24. Januar) in Minneapolis alle Amerikaner:innen dazu auf, die Welle friedlicher Proteste zu unterstützen. In einem gemeinsamen Statement betonen sie, dass diese Proteste eine "zeitgemäße Erinnerung" daran seien, "dass es letztlich an jedem und jeder von uns als Bürgerinnen und Bürgern liegt, gegen Ungerechtigkeit aufzustehen, unsere grundlegenden Freiheiten zu schützen und unsere Regierung zur Rechenschaft zu ziehen".
"Eine herzzerreißende Tragödie"
Die ehemalige First Lady und der Ex-Präsident bezeichnen die Tötung von Alex Pretti als "herzzerreißende Tragödie" und sehen darin einen "Weckruf" für alle Amerikaner:innen unabhängig von ihrer politischen Ausrichtung. Sie warnen: Viele der Kernwerte der Nation gerieten zunehmend unter Beschuss.
Am Samstagmorgen wurde der weiße US-Bürger Alex Pretti durch Schüsse von Bundesbeamt:innen in Minneapolis getötet. Die US-Regierung stellt die tödlichen Schüsse als Selbstverteidigung dar, doch Videomaterial im Internet erweckt einen anderen Eindruck.
Es ist bereits der zweite Vorfall dieser Art binnen kurzer Zeit: Anfang Januar war die US-Bürgerin Renée Good in Minneapolis von einem ICE-Beamten erschossen worden.
Scharfe Kritik am Vorgehen der Bundesbehörden
Die Obamas kritisieren besonders das Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE und von anderen Bundesbeamt:innen: "Seit Wochen sind Menschen im ganzen Land zu Recht über das Schauspiel maskierter ICE-Rekruten und anderer Bundesbeamter empört, die straffrei handeln und Taktiken anwenden, die darauf ausgelegt zu sein scheinen, die Bewohner einer großen amerikanischen Stadt einzuschüchtern, zu schikanieren, zu provozieren und zu gefährden."
Das Obama-Ehepaar wirft Präsident Trump und seiner Regierung vor, die Situation weiter eskalieren zu wollen. Sie gäben öffentliche Erklärungen zu den Erschießungen ab, die auf keiner ernsthaften Untersuchung beruhten und durch Videomaterial widerlegt zu werden scheinen. "Das muss aufhören", betonen die Obamas in ihrem Statement.
Auch Bill Clinton fordert zum Protest auf
Neben den Obamas hat auch der demokratische Ex-Präsident Bill Clinton die Bevölkerung dazu aufgerufen, die Stimme gegen die Abschiebepraxis der Trump-Regierung zu erheben. "Wenn wir unsere Freiheiten nach 250 Jahren aufgeben, könnten wir sie vielleicht nie zurückbekommen", schrieb er in einem Statement.
Clinton erhob dabei schwere Vorwürfe: "Die Verantwortlichen haben uns belogen und uns gesagt, nicht das zu glauben, was wir mit unseren eigenen Augen gesehen haben."
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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