Fußball-Nationalmannschaft

Lothar Matthäus nach WM-Pleite sicher: Bundestrainer Nagelsmann muss gehen

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von Joachim Vonderthann

Nagelsmann (links) ist nach Einschätzung von Matthäus nicht mehr lange Bundestrainer. (Archiv-Foto)

Bild: Federico Gambarini/dpa


Hat Julian Nagelsmann nach dem frühen WM-Aus noch eine Zukunft als Bundestrainer? Nein, sagt Fußball-Experte Lothar Matthäus - und spricht Klartext über das Debakel der Nationalmannschaft.

Matthäus: Nagelsmann wird nicht Bundestrainer bleiben

Nach dem frühzeitigen WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft gegen Paraguay hält Rekordnationalspieler Lothar Matthäus die Tage von Julian Nagelsmann als Bundestrainer für gezählt. "Ich glaube, dass es nach dieser Weltmeisterschaft mit einem neuen Trainer weitergehen muss. Das war einfach zu viel. Es gibt wahrscheinlich einiges aufzuarbeiten, auf dem Platz, außerhalb des Platzes", sagte Matthäus der "Bild".

Der 65-Jährige kritisierte die Leistung im Sechzehntelfinale gegen Paraguay, das Deutschland 3:4 im Elfmeterschießen verlor, aber noch mehr das gesamte deutsche Auftreten bei der Fußball-WM. Er betonte: "Ein Spiel kann immer passieren. Aber wir haben ja schon gegen Ecuador Katastrophe gespielt." Und weiter: "Wenn man das Gesamte sieht: Ich bin nicht traurig. Ich bin überrascht, dass man gegen eine so schwache Mannschaft ausscheiden kann. Aber ich bin nicht traurig aufgrund der gezeigten Leistung." Auch andere Experten kritisierten Nagelsmann scharf. Als ein möglicher Nachfolger wird Jürgen Klopp gehandelt.


Matthäus: DFB-Team war durch Familien abgelenkt

Matthäus machte auch die Familien im Umfeld der DFB-Auswahl beim WM-Turnier als Störfaktor aus. "Es gab viele Themen, die vielleicht wichtiger waren, als das auf dem Fußballplatz", so Matthäus und äußerte Zweifel an der Einbindung von Angehörigen. "Frauen, Familien, alles war dabei", kritisierte der Weltmeister von 1990.

"Ich weiß nicht, warum man jetzt schon von Anfang an die ganzen Familien dabei haben muss." Nach seiner Einschätzung wären dadurch auch Reisemöglichkeiten und Hotelbuchungen Thema in der Mannschaft gewesen. "Der eine war dann sauer auf den anderen, weil bei einem die Mama mitfliegen durfte und bei dem anderen durfte die Frau mitfliegen und die Kinder. Die anderen mussten dann mit der Linienmaschine fliegen", erklärte Matthäus.

Der Fußball-Experte zog ein kritisches Fazit beim Thema Familien: "Im Endeffekt gab es doch viel Unruhe, die zwar nicht rübergekommen ist. Aber trotz alledem lag der Fokus einfach nicht auf dieser WM. Es war immer ein freier Familientag und noch ein freier Familientag. Die waren keine zwei Wochen in Amerika und schon waren wieder die ganzen Familien dabei. Die können im Viertelfinale einfliegen, wenn die Mannschaft was geleistet hat."

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Verwendete Quellen:

Bild: "Matthäus enthüllt Streitigkeiten hinter den DFB-Kulissen"

Nachrichtenagentur dpa

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