Nach Umsatzplus im Mai

WM-Pleite trübt Euphorie im Einzelhandel: "Neuer Dämpfer"

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von Christopher Schmitt

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Videoclip • 01:24 Min • Ab 12


Im Einzelhandel war im Mai überraschend leichter Aufwind zu spüren. Das WM-Aus der Fußball-Nationalelf könnte sich jedoch auf die keimende Hoffnung auswirken.

WM-Hype vorbei? Die deutschen Einzelhändler haben im Mai überraschend starke Umsätze erzielt – doch das Ausscheiden der deutschen Fußball-Nationalmannschaft könnte der Branche teuer zu stehen kommen.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, seien die Einnahmen gegenüber dem Vormonat nominal um 1,0 Prozent und inflationsbereinigt sogar um 1,1 Prozent gestiegen. Ökonom:innen hätten zuvor lediglich mit einer Stagnation gerechnet, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat habe der reale Umsatz um 1,8 Prozent zugelegt.

Vor allem der Onlinehandel und Tankstellen hätten den Einzelhandel spürbar angeschoben. Bei letztgenannten seien die Umsätze real um 3,5 Prozent gestiegen, nachdem es zuvor zwei Monate lang deutliche Rückgänge gegeben habe. Hintergrund dürfte laut Bericht auch der Tankrabatt der Bundesregierung für Mai und Juni sein, der Verbraucher:innen entlastet habe. Der Internet- und Versandhandel habe ein reales Umsatzplus von 3,4 Prozent verbucht.

Auch der Lebensmittelhandel habe zugelegt. Hier seien die Umsätze real um 1,1 Prozent gestiegen. Händler mit Nicht-Lebensmitteln hätten ein Plus von 1,0 Prozent erzielt.

Krüger tritt auf die Euphoriebremse

Nach Einschätzung von Branchenverbänden habe zudem die Fußball-WM kurzfristig für zusätzliche Nachfrage gesorgt. Besonders Fußballtrikots, Shorts und Fanartikel seien gefragt gewesen. Mit dem frühen Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft im Elfmeter-Drama gegen Paraguay könnte dieser Effekt allerdings schnell wieder verpuffen.

Der Chefvolkswirt von ABN Amro Deutschland, Alexander Krüger, warnte zudem vor zu viel Euphorie. Für dauerhaft steigenden Konsum sei das Umfeld weiter schwierig. Unsicherheiten rund um Politik und Arbeitsmarkt belasteten die Verbraucher weiterhin. "Mit dem Ausscheiden der Fußballnationalmannschaft ist ein neuer Dämpfer zu verarbeiten", so Krüger gegenüber Reuters.

Etwas Hoffnung macht dagegen die Stimmung der Verbraucher:innen. Laut den Marktforschern von GfK und NIM habe sich das Konsumklima für Juli leicht verbessert. Das Barometer sei um 0,5 Punkte auf minus 29,2 Zähler gestiegen. Hintergrund seien demnach Friedenssignale in Nahost, die bei vielen Menschen wieder etwas mehr Zuversicht auslösten.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur Reuters

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