Schweiz
Schwerer Legionellen-Ausbruch in Basel: ein Toter, 26 Kranke – das war der Auslöser
Aktualisiert:
von Emre Bölükbasi:newstime
Ebola-Ausbruch außer Kontrolle? (14. Juli)
Videoclip • 01:06 Min • Ab 12
Ein Kühlturm in Basel wird zur Keimschleuder und verteilt Legionellen. 26 Menschen sind krank, eine Person ist tot. Wie die Ansteckung passieren konnte.
Das Wichtigste in Kürze
In der Schweizer Stadt Basel ist es zu einem größeren Ausbruch der Legionärskrankheit mit 26 Erkrankten und einem Todesfall gekommen.
Als Ursache wurde ein kontaminierter Kühlturm auf einem Gebäude identifiziert, der mittlerweile stillgelegt wurde.
Die Bakterien verbreiteten sich über den ausgestoßenen Wasserdampf in der Umgebungsluft.
Ein Kühlturm auf einem Gebäudedach wurde Anwohner:innen in der Schweizer Stadt Basel zum Verhängnis: Aus der Anlage strömten mit Legionellen verseuchte Wassertröpfchen, die sich je nach Wind über die Umgebung verteilten.
Innerhalb von nur zwei Wochen erkrankten 26 Menschen an der gefährlichen Legionärskrankheit, wie das Gesundheitsdepartement mitteilte. Ein Mensch überlebte die Infektion nicht.
Mehrere Betroffene mussten auf Intensivstationen behandelt werden. Die Erreger lösten bei ihnen schwere Lungenentzündungen aus – eine typische Folge bei Legionellen-Infektionen, die besonders für Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Vorerkrankungen wie Diabetes sowie Herz- und Lungenleiden lebensbedrohlich werden können.
Auch in den News:
Unsichtbare Gefahr durch Wasserdampf
Der mit Wasser betriebene Kühlturm stieß kontinuierlich Wasserdampf aus, der die bakterienbelasteten Tröpfchen in die Luft beförderte. Abhängig von Wetterlage und Windrichtung verbreiteten sich die Keime in einem größeren Umkreis. "Wenn Anwohnende die Wassertröpfchen einatmen, können sie sich anstecken", erklärte das Gesundheitsdepartement. Die Behörden betonten, dass private Klimaanlagen und Wärmepumpen in Haushalten nicht betroffen seien.
Inzwischen haben die Verantwortlichen den wahrscheinlichsten Ausbruchsherd identifiziert und stillgelegt. Legionellen finden ideale Wachstumsbedingungen bei Temperaturen zwischen 25 und 45 Grad und werden häufig durch zerstäubtes Wasser übertragen – etwa in Duschen, Whirlpools oder über Luftbefeuchter.
Größerer Ausbruch als üblich
Der Basler Fall gilt als besonders großer Legionellen-Ausbruch. Zum Vergleich: In Deutschland erkrankten zuletzt mehr als 2.000 Menschen jährlich an der Legionärskrankheit, wobei größere Ausbrüche selten sind. Vor wenigen Wochen war etwa ein Legionellen-Befall in einem Berliner Seniorenhaus bekanntgeworden. Zwei Senior:innen starben im Krankenhaus.
2024 verstarben laut Robert Koch-Institut 104 Patient:innen in Deutschland, 2023 waren es 115 Menschen.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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