Neue Hoffnung bei Melanom

Krebsimpfung von Moderna und Merck zeigt Erfolg

Veröffentlicht:

von Claudia Scheele

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Impfung gegen Krebs kommt: Das muss man wissen (2025)

Videoclip • 01:21 Min • Ab 12


Eine personalisierte Krebsimpfung von Moderna und Merck hat in einer Phase-3-Studie überzeugt. In Kombination mit Keytruda blieb bei Melanom-Patient:innen der Krebs länger aus.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine personalisierte Krebsimpfung von Moderna und Merck verlängerte in Kombination mit Keytruda bei Melanom-Patient:innen die Zeit ohne Rückfall.

  • Die Therapie senkte außerdem das Risiko, dass sich der Hautkrebs in andere Körperregionen ausbreitet.

  • Die Phase-3-Studie läuft weiter, eine Zulassung gibt es bislang nicht, weitere Tests zu anderen Krebsarten sind bereits gestartet.

Eine experimentelle Krebsimpfung von Moderna und Merck hat in einer entscheidenden klinischen Studie positive erste Ergebnisse gezeigt. Die Therapie wurde bei Menschen mit Melanom, der gefährlichsten Form von Hautkrebs, getestet. Nach Angaben der Unternehmen verlängerte die Kombination aus der Impfung und dem Medikament Keytruda die Zeit ohne erneutes Auftreten der Krankheit deutlich stärker als Keytruda allein.

Zudem sank das Risiko, dass sich der Krebs in entfernte Körperregionen ausbreitet. Die Ergebnisse ließen die Aktien von Moderna und Merck laut "CNBC" deutlich steigen. Eine Zulassung gibt es bislang jedoch nicht. Die Studie läuft weiter, um unter anderem zu prüfen, ob die Behandlung auch die Gesamtüberlebenszeit verlängert.


Therapie wird auf einzelne Tumore zugeschnitten

Die Impfung verfolgt einen personalisierten Ansatz. Jeder Tumor weist eine eigene Kombination genetischer Veränderungen auf – auch dann, wenn Patient:innen an derselben Krebsart erkrankt sind. Die Behandlung soll das Immunsystem gezielt darauf trainieren, die individuellen Merkmale des jeweiligen Tumors zu erkennen und anzugreifen.

Anschließend wird die Impfung mit Keytruda kombiniert. Das Medikament unterstützt das Immunsystem dabei, Krebszellen wirksamer zu bekämpfen. Jane Healy, Merck-Chefin für die frühe Entwicklung in der Onkologie, sprach laut "CNBC" von einer "klinisch bedeutsamen Verbesserung" gegenüber der bisherigen Standardtherapie.


Bisherige Daten machen Hoffnung

Melanome machen zwar nur etwa ein Prozent der Hautkrebserkrankungen aus, verursachen aber den größten Teil der Todesfälle durch Hautkrebs. Die meisten Rückfälle treten innerhalb der ersten zwei bis drei Jahre nach der ursprünglichen Behandlung und Entfernung des Tumors auf.

Healy erklärte, Patient:innen müssten nach der Diagnose häufig zunächst eine Operation und weitere belastende Therapien bewältigen. Danach bleibe die Sorge, dass der Krebs zurückkehren könnte. Die neue Kombination könnte nach Einschätzung der Expertin eine zusätzliche Behandlungsoption schaffen. Die Nebenwirkungen seien ähnlich wie bei anderen Impfungen und von den Patient:innen insgesamt gut vertragen worden.

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Weitere Krebsarten werden untersucht

Die Unternehmen wollen die Daten nun auf einer internationalen medizinischen Konferenz vorstellen. In den kommenden Monaten sollen außerdem Gespräche mit den zuständigen Zulassungsbehörden über Sicherheit und weitere Schritte beginnen. Wann ein Antrag auf Zulassung in den USA gestellt wird, ist noch offen.

Moderna und Merck testen den personalisierten Impfstoff bereits bei weiteren Krebsarten. Dazu gehören nicht-kleinzelliger Lungenkrebs, Blasenkrebs und Nierenzellkarzinome. Entscheidend wird sein, ob sich der Ansatz auch bei diesen Erkrankungen bewährt. Die aktuelle Studie liefert zunächst einen wichtigen Hinweis darauf, dass individuell auf Tumormutationen zugeschnittene Therapien künftig eine größere Rolle in der Krebsmedizin spielen könnten.


Verwendete Quellen:

CNBC: "Cancer vaccine from Moderna, Merck shows promise in late-stage trial; both stocks soar"

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