Großbrand
Kehler Disco nur Schutt und Asche: Was war der Grund für das Feuer?
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von Christopher SchmittBei den Löscharbeiten hatte es die Feuerwehr mit einigen Glutnestern zu tun.
Bild: -/Feuerwehr Kehl/dpa
Die Suche nach der Ursache des Feuers in einer Kehler Disco gestaltet sich kompliziert. Viele Menschen wurden durch den Brand an die Tragödie von Crans-Montana erinnert.
Das Wichtigste in Kürze
Der Großbrand in einem Kehler Club hat eine massive Zerstörung hinterlassen.
Erst in den kommenden Tagen können Kriminaltechniker:innen mit der Spurensuche starten.
Das Feuer hat bei vielen Menschen Erinnerungen an die Katastrophe von Crans-Montana geweckt.
Nach dem Großbrand in einer Diskothek in Kehl dürfte die Aufklärung der Ursache viel Zeit in Anspruch nehmen. Kriminaltechniker:innen werden nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erst in den nächsten Tagen mit der eigentlichen Spurensuche beginnen. Grund dafür ist der schlechte Zustand des Gebäudes, das nach dem Feuer teilweise eingestürzt ist.
Ein Sprecher der Polizei Offenburg erklärte: "Das Gelände ist beschlagnahmt und abgesperrt." Das Areal sei sehr groß, die Zerstörung massiv. "Da müssen die Experten zunächst ihre Maßnahmen koordinieren, bevor sie reingehen", so der Polizeisprecher.
Feuerwehr gibt Halle verloren
Der Brand hatte den Club in der Nacht zum Sonntag (29. März) nahezu vollständig zerstört. Besonders der hintere Teil der Halle liegt in Schutt und Asche. Um letzte Glutnester zu erreichen, seien nach Angaben der Feuerwehr sogar Wände des Gebäudes im Industriegebiet mit Baggern eingerissen worden. Der Einsatzleiter hatte am Sonntagabend erklärt, die Halle sei "nicht mehr zu retten".
Das Feuer war in den frühen Morgenstunden ausgebrochen. Hunderte Gäste hatten sich rechtzeitig ins Freie retten können, verletzt worden sei niemand. Feuerwehr und Stadtverwaltung lobten danach den Betreiber der Diskothek. Die Security-Kräfte hätten die Besucher:innen ruhig und geordnet aus dem Gebäude geführt.
Parallelen zu Crans-Montana sorgen für Unruhe
Der Brand sorgte auch über die Region hinaus für Aufmerksamkeit. Beobachter:innen fühlten sich an die Brandkatastrophe von Crans-Montana in der Schweiz erinnert, bei der in der vergangenen Silvesternacht 41 Menschen ums Leben gekommen waren. Damals hatten laut Ermittlungen Funken von Partyfontänen leicht entflammbaren Schaumstoff an der Decke entzündet.
Gäste der Kehler Disco schilderten gegenüber der elsässischen Zeitung "Dernières Nouvelles d’Alsace", wie rasant sich das Feuer ausgebreitet habe. Eine Besucherin hatte berichtet, sie habe erst nach wenigen Sekunden realisiert, dass Flammen an der Decke loderten. Alles sei extrem schnell gegangen. Eine weitere Zeugin sagte dem Blatt, sie sei wie erstarrt gewesen, bis ein Freund sie von der Tanzfläche weggezogen habe.
Schaden noch nicht absehbar
Wie hoch der finanzielle Schaden ist, bleibt vorerst offen. Nach Angaben der Feuerwehr sei Löschwasser in ein Nachbargebäude eingedrungen. Zudem habe die Diskothek in der Brandnacht vom Stromnetz getrennt werden müssen. Davon sei auch eine benachbarte Apotheke betroffen gewesen. Ob dort durch fehlende Kühlung von Medikamenten ein Schaden entstanden sei, lasse sich derzeit noch nicht abschätzen, hieß es.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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