Medaille bei EM
Silber-Heldin Julia Ulbricht: Athletin musste neben dem Sport babysitten
Veröffentlicht:
von Benedict Hottner:newstime
Deutsche Silber-Heldin musste nebenbei babysitten
Videoclip • 01:17 Min • Ab 12
Julia Ulbricht gewinnt überraschend Silber im Speerwurf – und das trotz schwieriger Bedingungen. Die 25-Jährige musste neben Studium und Leistungssport jobben. Jetzt könnte sich ihre Situation verbessern.
Julia Ulbricht hat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham für eine Überraschung gesorgt. Die 25-Jährige gewann im Speerwurf die Silbermedaille und feiert damit den größten Erfolg ihrer bisherigen Karriere.
Der Weg zu diesem Erfolg war allerdings nicht einfach. Ulbricht fehlte in den vergangenen Jahren die finanzielle Förderung, gleichzeitig musste sie Studium und Leistungssport unter einen Hut bringen. Zeitweise dachte sie deshalb sogar darüber nach, ihre Karriere zu beenden.
Um ihre Rechnungen bezahlen zu können, arbeitete die Athletin nebenbei. Unter anderem gab sie Sportstunden für Kinder in Kindergärten. Auch als Babysitterin verdiente sie Geld. Trotz wiederholter Verletzungen gab Ulbricht die Leichtathletik nicht auf. "Und ich mache Leichtathletik schon immer, weil es mir Spaß macht", erklärte sie nach ihrem EM-Erfolg.
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In Birmingham zeigte sich, was in ihr steckt: Im ersten Versuch warf Ulbricht den Speer 61,53 Meter weit. Damit fehlten ihr nur fünf Zentimeter zu ihrer persönlichen Bestleistung. Nur die Kroatin Sara Kolak war besser. Sie gewann mit 62,43 Metern Gold.
Silber könnte für Ulbricht neue Türen öffnen
Für Ulbricht könnte die EM-Medaille nun einiges verändern. Sie hofft auf mehr Aufmerksamkeit und mögliche Sponsorenverträge. Zudem erfüllt die Speerwerferin nach Angaben des Deutschen Leichtathletik-Verbands mit ihrer Silbermedaille die Zugangsvoraussetzung für den Olympia-Kader. Damit könnte sie künftig von einer besseren finanziellen Grundförderung profitieren.
Für Ulbricht wäre das eine wichtige Unterstützung – und vielleicht auch ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu ihrem großen Kindheitstraum: den Olympischen Spielen.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
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