Warnstufe 3

Hohe Lawinengefahr in den Alpen: Fachleute mahnen zu "großer Vorsicht"

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von dpa

Fachleute warnen vor großen Lawinen.

Bild: Jakob Gruber/APA/dpa


In den Alpen hat die Lawinengefahr ein kritisches Maß erreicht. Fachleuten zufolge können sie sich mittlerweile ohne menschliches Einwirken lösen.

Das Wichtigste in Kürze

  • In den Alpen hat sich die Lawinengefahr zugespitzt.

  • Fachstellen appellieren an "große Vorsicht und Zurückhaltung".

  • Auch erfahrene Sportler:innen ständen vor kritischen Ausgangslagen, heißt es.

Nach den jüngsten Schneefällen ist die Lawinengefahr in den Alpen gestiegen. Von den Allgäuer Alpen in Bayern bis zu den französischen Alpen wurde für Sonntag vielerorts große Lawinengefahr ausgerufen - die vierte von fünf Warnstufen.

Laut dem Lawinenwarndienst Bayern herrscht in den Allgäuer Alpen oberhalb der Waldgrenze große Gefahr. Darunter besteht erhebliche Gefahr (Stufe 3). Das Hauptproblem sei der sogenannte Triebschnee. Dabei handele es sich um spröde Schneemassen, die vom Wind verfrachtet wurden, hieß es. Lawinen könnten schon bei geringer Belastung oder sogar ohne menschliche Einwirkung abgehen.

Gefahrenstellen selbst für erfahrene Sportler:innen kaum erkennbar

In Österreich müsse auch im Westen Tirols und in Vorarlberg mit solchen spontanen Lawinen gerechnet werden, hieß es von den Warndiensten des Alpenlandes. "Die Gefahrenstellen sind zahlreich und auch für Geübte kaum zu erkennen", so die Tiroler Fachleute, die wie ihre bayerischen Kolleg:innen vor großen Lawinen warnten. "Große Vorsicht und Zurückhaltung sind nötig", hieß es.

Die aktuellen Gefahrenkarten zeigen auch vom Osten bis zum französischsprachigen Westen der Schweiz und weit nach Frankreich hinein ein rotes Band mit hoher Risikostufe. Für Skiwander:innen und andere Tiefschnee-Wintersportler:innen seien die Verhältnisse im ungesicherten Gelände abseits der Pisten "sehr kritisch", hieß es vom Schweizer Warndienst SLF.

Die Lawinenlageberichte dient nicht nur Bewohner:innen alpiner Gebiete, sondern vor allem auch Wintersportler:innen wie Skitourengeher:innen zur Einschätzung der weißen Gefahr. Er hat fünf Stufen, die von gering über mäßig und erheblich bis zu groß und sehr groß reichen. Auch bei den zwei untersten Stufen ist Vorsicht geboten: Mehr als ein Drittel aller Lawinentoten ist diesen Risikolagen zuzurechnen.

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