Fahndung läuft

Schüsse auf Firmengelände in Hameln – Täter flüchtig

Veröffentlicht:

von Momir Takac

:newstime

So arbeitet die Polizei in Deutschland

Videoclip • 01:46 Min • Ab 12


In Hameln wird ein Mensch angeschossen. Die Begegnung soll nicht zufällig gewesen sein. Eine Spur führt offenbar ins organisierte Drogenmilieu.

Auf einem Firmengelände in Hameln in Niedersachsen sind am Donnerstagabend (25. Juni) mehrere Schüsse gefallen. Mindestens ein Täter ist flüchtig, die Fahndung läuft. Womöglich ist der Fall von größerer Tragweite. Die Polizei prüft einen Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Auftragsmord in Düsseldorf.

Die Tat ereignete sich gegen 21:15 Uhr auf einem Firmengelände am Hastenbecker Weg. Ein Mann soll einen 36 Jahre alten Geschäftsmann angeschossen haben. Das Opfer wurde schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt, teilte die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden mit.

Auch in den News:

Nach der Tat flüchtete der Verdächtige zu Fuß entlang der Hamel in eine unbekannte Richtung. Die Polizei sucht mit einem Großaufgebot nach dem Täter. Auch ein Hubschrauber ist im Einsatz. Die Polizei beschreibt den Mann wie folgt:

  • schlanke Statur

  • er trug eine schwarze Hose mit hellen Streifen

  • er trug schwarze Schuhe

  • er trug ein dunkles T-shirt

  • er trug eine dunkle Sturmhaube

Polizei prüft Verbindung zu gescheitertem Auftragsmord

Laut "Deister- und Weserzeitung" waren mehrere Maskierte an der Tat beteiligt. Nach Angaben der Polizei besteht keine konkrete Gefahr für die Bevölkerung.

Erste Ermittlungen ergaben Hinweise, dass das Opfer dem Täter zuvor bereits bekannt war und die Tatörtlichkeit gezielt aufsuchte. "Es war keine zufällige Begegnung auf der Straße", sagte eine Polizeisprecherin dem "NDR". Wie das "Mindener Tagblatt" berichtet, könnte es sich um einen Racheakt oder einen Einschüchterungsversuch im organisierten Drogenmilieu handeln.

Einer der beiden Männer, die in Hameln im Visier standen, sei demnach der Bruder eines Verdächtigen, der an einem verfehlten Auftragsmord in Düsseldorf beteiligt gewesen sein soll. Am 30. Dezember 2025 wurde dort ein Taxi mit zehn Schüssen attackiert. Das Ziel war der Neffe eines berüchtigten kurdisch-niederländischen Drogenbosses. Das Opfer überlebte schwer verletzt. Im März starben in Bramsche zwei Menschen durch Schüsse.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

ndr.de

mt.de

dewezet.de

Meldung der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden

Mehr entdecken