Brandenburg
Finsterwalde: Mann bedroht Mitarbeiterin und legt Feuer in Jugendamt – versuchtes Tötungsdelikt?
Aktualisiert:
von Marie-Finn Bruker:newstime
So arbeitet die Polizei in Deutschland
Videoclip • 01:46 Min • Ab 12
In einem Jugendamt hat ein Mann eine Mitarbeiterin bedroht und anschließend Feuer gelegt. Nun ermittelt die Polizei wegen Verdachts auf ein versuchtes Tötungsdelikt.
Das Wichtigste in Kürze
Eine Mitarbeiterin des Jugendamts in Finsterwalde wurde nach Angaben der Polizei von einem Mann beleidigt und bedroht.
Anschließend habe der Angreifer ein Feuer in dem Büro des brandenburgischen Amts gelegt, insgesamt seien fünf Menschen verletzt worden.
Das Motiv der Tat sei derzeit unklar, die Polizei ermittle wegen Verdachts auf ein versuchtes Tötungsdelikt.
Im Finsterwalder Jugendamt in Südbrandenburg hat ein Mann eine Mitarbeiterin bedroht und Feuer gelegt. Fünf Menschen sind laut der zuständigen Landratsverwaltung Elbe-Elster verletzt, vier Personen sind nach Polizeiangaben mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden.
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Der Mann habe die Behörde gegen 8 Uhr am Donnerstagmorgen (16. Juli) als Kunde betreten. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hatte er mit der Mitarbeiterin des Jugendamts über einen Fall sprechen wollen. Anschließend soll er die Frau bedroht, beleidigt und dann das Feuer gelegt haben.
Polizei ermittelt wegen versuchten Tötungsdelikts
Tatverdächtig ist der Polizei zufolge ein 35-jähriger Mann deutscher Herkunft. Die Beamt:innen hatten ihn außerhalb des Gebäudes gefasst, so Polizeisprecher Sascha Erler. Aktuell ermittle man wegen Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts.
Der Streit zwischen dem Angreifer und der Mitarbeiterin sei ebenfalls Teil der Ermittlungen. Dabei war es um Jugendbelange gegangen, heißt es aus dem zuständigen Landkreis. Weitere Details gibt es bislang nicht.
Nach ersten Erkenntnissen habe der Mann einen Brandsatz dabei gehabt, so ein Sprecher der Verwaltung. Die Flüssigkeit sei in Flammen aufgegangen, es habe "eine ordentliche Rauchentwicklung" gegeben. Der Brand war laut Polizeiangaben schnell gelöscht, doch der Schock in der Kleinstadt mit etwa 15.000 Einwohner:innen sitzt tief.
Notfallseelsorge soll Mitarbeitende betreuen
"Ein Ereignis wie dieses trifft unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die gesamte Kreisverwaltung tief", teilte Dezernent, Kämmerer und stellvertretender Landrat, Roland Neumann, mit. "Kein Grund, keine Entscheidung rechtfertigt so einen Angriff auf Menschenleben", hieß es aus dem Amt im Süden Brandenburgs. Etwa 20 bis 30 Menschen wurden nach dem Vorfall laut Angaben der Feuerwehr betreut, auch die Notfallseelsorge sei zum Einsatz gekommen. Weiter sollen die Mitarbeitenden psychologisch betreut werden.
Das Amt wurde evakuiert und bleibt vorerst geschlossen, heißt es vom Landratsamt. Auch der Betrieb des Standortes sei vollständig eingestellt. Wann das Gebäude wieder für die Öffentlichkeit geöffnet werden kann, hänge von den weiteren Untersuchungen und der Schadensbewertung ab.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Statistikportal.de: Gemeindeverzeichnis Finsterwalde
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